Kinderschutz per Algorithmus

21. Juli 2018

Zwei Forscherin von der University of Southern California (Kalifornien) und der Auckland University of Technology (Neuseeland) forschen an einer Art IT-gestützte Risikoeinschätzung für potenzielle Kindesmisshandlungen. Sozialämter sollen Zugriff auf dieses Berechnungsverfahren bekommen, um so bessere Entscheidungen zum Wohl des Kindes zu treffen. Dazu werteten sie rund 80.000 Missbrauchsfälle aus vier Jahren aus und entwickelten den Algorithmus.

Natürlich gibt es auch generelle Kritik am Kinderschutz per Algorithmus. Da ist zum einen die Angst vor der Datenkrake. »Die Ämter erheben nicht mehr Daten als früher, der Algorithmus gewichtet sie nur«, wiegelt Putnam-Hornstein ab. Anders als Eckard Connects und die meisten Privatanbieter, die mit ihrer Technologie viel Geld verdienen, geben Putnam-Hornstein und Vaithianathan die Rechte an ihrem Algorithmus ab. – Michaela Haas am 20. Jul 2018

Gute Idee, gerade weil der zuständige Sozialarbeiter den berechneten Wert nicht bekommt und somit immer noch neutrale Entscheidungen treffen kann. Dieses Prinzip kann ich mir auch für andere Bereiche vorstellen, auch wenn ich den Gedanken immer und überall analysiert und bewertet werde, sehr gruselig finde.