Ein faszinierendes Urteil, das ich heute auf heise.de gelesen habe, betrifft die Supermarktkette Teo, die gänzlich auf Personal verzichtet und trotzdem an Sonn- und Feiertagen geschlossen sein soll. Die Begründung hierfür wird in der Pressemeldung des Verwaltungsgerichtshofs Kassel wie folgt dargelegt.

Der 8. Senat des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs hat die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Kassel nunmehr bestätigt und sich hierbei maßgebend auf die Bestimmungen des Hessischen Ladenöffnungsgesetzes gestützt. Nach § 3 Abs. 2 des Hessischen Ladenöffnungsgesetzes müssen Verkaufsstellen unter anderem an Sonn- und Feiertagen für den geschäftlichen Verkehr mit Kundinnen und Kunden geschlossen sein. Verkaufsstellen sind nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 des Hessischen Ladenöffnungsgesetzes Ladengeschäfte aller Art, falls in ihnen von einer festen Stelle aus ständig Waren zum Verkauf an jedermann „feilgehalten“ werden.

Wenn man es genau nimmt, dürfen demnach auch keine Kioske, Spätverkaufsstellen, Automaten oder Selbstbedienungsregale auf Bauernhöfen in ländlichen Gebieten betrieben werden