Power Mac G4

Zum 40. Geburtstag des Apple Macs haben viele Leute1 im Internet über ihre ersten Erfahrungen mit dem Mac berichtet. Ich möchte mich dem anschließen und erzählen, wie es bei mir war.

Mein erster Mac war ein gebrauchter Power Mac G4, den ich auf eBay gekauft habe. Eigentlich hatte ich schon einen leistungsstarken PC mit Windows XP. Aber ich war neugierig, was es außer Windows und Linux noch gibt. Nach nur wenigen Monaten habe ich meinen 3.2 GHz schnelleren Windows-PC verkauft und saß nur noch vor meinem Mac mit 400 Megahertz. Dort habe ich gelernt, mit Photoshop umzugehen, und mir einen iPod sowie eine gebrauchte Spiegelreflexkamera zugelegt. Das war eine aufregende Zeit, in der ich viel über Unix, die Shell und die Anpassung des Betriebssystems gelernt habe. Ich habe sogar das kleine Apple-Logo oben links in der Ecke gegen ein buntes Retro-Apple-Logo ausgetauscht, ohne dass das System jemals abgestürzt ist.

Vielleicht ist das der Grund, warum ich macOS so liebe. Es ist ein stabiles Unix-basiertes Betriebssystem, das auch noch gut aussieht und einfach zu bedienen ist, ohne mich einzuschränken. Wenn ich erweiterte Einstellungen suche, finde ich sie meistens nicht über die normale Benutzeroberfläche, sondern vielleicht über einen Befehl in der Kommandozeile, aber sie sind vorhanden. Keine Windows- oder Linux-Version war in den letzten Jahren so stabil wie macOS. Und selbst wenn mein System mal abgestürzt ist, wusste ich, dass ich immer ein Time Machine-Backup habe – etwas, das kein anderer Betriebssystemhersteller so leicht macht wie Apple.

Auch wenn ich das Gefühl habe, dass sich macOS in den letzten Jahren mehr und mehr verschließt, bleibt es trotzdem mein bevorzugtes Betriebssystem. Ich wünschte mir nur, es gäbe eine Linux-Distribution, die genauso hübsch2 und stabil ist wie macOS seit Jahren.


  1. Alex, Jack, Marcel, Niklas, Philipp, Christoph, Maurice ↩︎

  2. Bevor es jemand vorschlägt: Elementary mag zwar schick aussehen, aber ich habe es schon mehrmals zum Absturz gebracht. ↩︎