Die Next:Public GmbH hat gemeinsam mit Partnern aus der öffentlichen Verwaltung den »Souveränitätsbarometer der öffentlichen IT« veröffentlicht. Grundlage sind Befragungen in Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen sowie bei öffentlichen IT-Dienstleistern und an Universitäten und Hochschulen.

Zentrale Erkenntnis der Studie ist die starke Abhängigkeit weiter Teile der Verwaltung von internationalen IT-Anbietern. Rund zwei Drittel der befragten Organisationen sind insbesondere bei Bürosoftware und Betriebssystemen auf solche Anbieter angewiesen. Wechselmöglichkeiten gelten häufig als begrenzt, die Cloud-Transformation wird zugleich als möglicher Ansatzpunkt gesehen.

Ein Detail der Ergebnisse verdeutlicht die Struktur dieser Abhängigkeiten:

Standardsoftware als Nadelöhr Die größten Abhängigkeiten bestehen dort, wo alltägliche Arbeit passiert: bei Bürosoft­ware (81 %), Betriebssystemen (77 %) und Kollaborationstools (47 %). Fachverfahren
bilden mit nur 19 % die Ausnahme – hier greifen Verwaltungen häufiger auf nationale
oder selbst entwickelte Lösungen zurück.

Die Ergebnisse zeigen, dass nicht Fachanwendungen das Hauptproblem darstellen, sondern weit verbreitete Standardlösungen, die von nahezu allen Verwaltungen genutzt werden. Damit wird deutlich, dass gemeinsame Ansätze auf europäischer Ebene grundsätzlich möglich wären, etwa bei der Nutzung einheitlicher Standards für Bürosoftware und Betriebssysteme.