Ich habe mich heute mit Open RAN beschäftigt, um zu verstehen, welche Technik dahintersteht und warum das Thema seit rund fünf Jahren politisch diskutiert wird.
Open RAN bezeichnet einen offenen Ansatz für das Funkzugangsnetz im 5G-Mobilfunk. Zentrale Netzfunktionen werden voneinander entkoppelt und über standardisierte Schnittstellen verbunden. Netzbetreiber sind dadurch nicht mehr an einen einzelnen Hersteller gebunden. Hard- und Software unterschiedlicher Anbieter lassen sich kombinieren und bei Bedarf austauschen.
Darin liegt der Bezug zur digitalen Souveränität. Der Betrieb kritischer Netzinfrastruktur erfordert Kontrolle über Technik, Lieferketten und Weiterentwicklung. Geschlossene Systeme schaffen Abhängigkeiten, die sich nur schwer auflösen lassen. Open RAN verringert diesen Vendor Lock-in und ermöglicht Wahlfreiheit. Einzelne Komponenten können ersetzt werden, ohne das gesamte Netz neu aufzubauen. Anbieter lassen sich wechseln, wenn wirtschaftliche, sicherheitsrelevante oder politische Gründe dies erforderlich machen.
Ein breiter Einsatz von Open RAN gilt daher als geeigneter Weg. Offene Schnittstellen fördern Wettbewerb, senken Markteintrittsbarrieren und begünstigen Innovation. Vor allem sichern sie Austauschbarkeit und reduzieren strukturelle Abhängigkeiten. Digitale Souveränität wird damit gestärkt und technisch umsetzbar.
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