Mark Surman schreibt in »Künstliche Intelligenz: Bringt Open Source die KI-Blase bald zum Platzen?« für tagesspiegel.de
Nach dem Dotcom-Crash erwies sich das freie Betriebssystem Linux als überraschend robust und bildet heute die Grundlage eines Großteils der Public-Cloud-Infrastruktur.
Ich sehe das ähnlich. Sollte die KI-Blase platzen, würden Hardware und insbesondere spezialisierte Hardware für kleine Vereinigungen und Privatpersonen deutlich erschwinglicher. Dadurch könnten Ansätze erprobt werden, die heutige Hyperscaler nicht verfolgen, weil sie kurzfristig keine Gewinne versprechen. Vor allem Open-Source-Modelle würden davon profitieren. Das könnte eine spannende Phase werden.
Ob es tatsächlich eine Blase ist, wird sich zeigen. Ich bin jedoch überzeugt davon. Täglich liest man Meldungen, in denen Unternehmen sich höhere Produktivität durch Automatisierung und Kostensenkungen durch Personalabbau erhoffen. LLMs sind jedoch nicht berechenbar und leicht manipulierbar. Das lässt sich einfach testen: Gibt man denselben Text zweimal in ChatGPT ein und bittet um eine Zusammenfassung der Kernaussagen, erhält man wahrscheinlich zwei ähnliche aber dennoch unterschiedliche Antworten. Automatisierung setzt jedoch reproduzierbare Ergebnisse voraus. Genau daran scheitern diese Erwartungen. Deshalb werden die Hoffnungen auf nachhaltige Produktivitätssteigerungen und Kostensenkungen irgendwann platzen. Salesforce musste sich das bereits eingestehen.
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