Christian Wölbert schreibt in »Digitale Souveränität: Es geht auch ohne Microsoft« für spiegel.de

Als Schwachstelle des Open-Source-Ökosystems führen Behörden und Firmen häufig das begrenzte Zusammenspiel zwischen Anwendungen wie LibreOffice, Nextcloud, Open-Xchange, Jitsi oder OpenTalk an. Digitalminister Schrödter nannte als Beispiele für wünschenswerte Integrationen etwa das Hinzufügen eines Anhangs aus Nextcloud beim Senden einer Mail mit Open-XChange und das Erstellen einer OpenTalk-Videokonferenz beim Verfassen einer Termineinladung. »Sehr wünschenswert wäre über solche konkreten Integrationen hinaus auch eine anwendungsübergreifende Suchfunktion«, sagte er.

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Kompatibilitätsprobleme mit Microsofts Formaten spielen laut Höfner im Alltag kaum eine Rolle: »Es kommt zwar mal vor, dass ein Format verrutscht, aber das ist meistens mit zwei oder drei Klicks behoben.« Makros gehörten unter anderem aus Sicherheitsgründen ohnehin nicht zur Strategie. In unvermeidbaren Fällen öffne man Microsoft-Dokumente mit Makros in der IT-Abteilung auf einem isolierten System und konvertiere diese dort.

Sorgfältig recherchiert und angenehm unaufgeregt beschrieben. Das ist die Qualität, die man von Christian Wölbert kennt. Hervorzuheben ist erneut, dass Einsparungen in das Open-Source-Ökosystem zurückfließen sollten. Die Beschaffung kommerzieller Versionen oder der Bezug von Support bei den Anbietern von LibreOffice, Nextcloud, Open-Xchange, Jitsi oder OpenTalk deckt deren Kosten. An der Finanzierung der deutlich wichtigeren kleinen Bibliotheken beteiligen sich diese Ausgaben jedoch nicht zwingend. Gemeint ist der bekannte Entwickler aus Nebraska.