In der Studie »Vibe Coding Kills Open Source« analysieren Miklós Koren, Gábor Békés, Julian Hinz und Aaron Lohmann, wie sich KI-gestütztes Programmieren auf Open-Source-Software auswirken kann. KI senkt die Kosten, bestehende Bibliotheken zu nutzen und neue Anwendungen darauf aufzubauen. Gleichzeitig nimmt aber die direkte Beteiligung ab. Weniger Entwickler lesen Dokumentationen, melden Fehler oder beteiligen sich an öffentlichen Diskussionen. Genau diese Formen der Beteiligung sind heute eine zentrale Quelle für Sichtbarkeit, Nachfrage und Einkommen von Maintainerinnen und Maintainern. In ihrem ökonomischen Modell zeigen die Autoren, dass bei wachsendem Vibe Coding unter den heutigen Finanzierungsmechanismen weniger neue Open-Source-Projekte entstehen und bestehende seltener weiterentwickelt werden. Die verfügbare Open-Source-Software nimmt ab, ihre durchschnittliche Qualität sinkt. Trotz höherer Produktivität fällt der gesamtwirtschaftliche Nutzen dadurch geringer aus. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Open Source in seiner heutigen Form nur dann bestehen kann, wenn sich die Vergütung und Anreizstrukturen für Maintainer grundlegend ändern. 
Fällt der gesamtwirtschaftliche Nutzen
8. Februar 2026 · 1 Minute · 149 Wörter | edit
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