Frank Karlitschek schreibt in »Digitale Souveränität: Europas digitale Zukunft braucht einen souveränen Plan A« für tagesspiegel.de
Digitale Souveränität entsteht nicht dadurch, dass Alternativen bereitliegen. Sie entsteht dadurch, dass sie im Regelbetrieb genutzt werden. Nur so lassen sich Abhängigkeiten tatsächlich reduzieren, Kostenstrukturen verändern und eigene technologische Kompetenzen aufbauen. Eine Definition, die Nutzung ausdrücklich offenlässt, erklärt Stillstand zur souveränen Option.
Genau so ist es. Ergänzend gilt: Digitale Souveränität entsteht nur dort, wo Wissen vorhanden ist und kontinuierlich weiterentwickelt wird. Angebote von Big Tech wie „as a Service“, Cloud und Containertechnologien haben dazu geführt, dass Wissen und praktische Erfahrung nicht mehr in ausreichendem Maß aufgebaut und gehalten werden. Für souveränes Handeln wären sie jedoch notwendig. Kein Plan B und ebenso reicht der bloße Zukauf von Open-Source-Software nicht aus.
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