tagesspiegel.de schreibt in »Digitale Souveränität: Minister Schrödter kritisiert geplante Neudefinition der Bundesregierung«
Wirkliche Souveränität ist daher nach Ansicht Schrödters nur mit Open Source erreichbar. „Digitale Souveränität ist schlicht keine Governancefrage, sondern eine der technischen Eigentums- und Kontrollarchitektur“, schreibt Schrödter. „Die Fähigkeiten und Möglichkeiten, die die Sicherung digitaler Souveränität erfordert, lassen sich nicht vertraglich herstellen und auch nicht regulatorisch erzwingen, solange der Quellcode und die Verfügungsgewalt über die zentrale technologische Basis außerhalb staatlicher Kontrolle liegen.“ Proprietäre Systeme würden immer eine strukturelle Abhängigkeit erzeugen, Open Source kehre dieses Verhältnis um.
Ich halte es für sinnvoll, Dirk Schrödter in Debatten über digitale Souveränität und Open Source in der Verwaltung stärker einzubeziehen. Schleswig-Holstein ist bislang das einzige Bundesland, das diesen Weg konsequent verfolgt. Andere Länder beobachten die Entwicklung seit Jahren oder entscheiden sich bewusst gegen einen solchen Kurs.
Gleichzeitig ist die Gleichsetzung von Open Source und digitaler Souveränität nicht zutreffend und die Aussagen “Proprietäre Systeme würden immer eine strukturelle Abhängigkeit erzeugen” ist nicht korrekt. Beides ist nicht identisch und schließt sich auch nicht gegenseitig ein. Diese Unterscheidung lässt sich nicht in einem kurzen Statement zu einer Pressemeldung erläutern. Dafür braucht es einen eigenen Text. To be continued.
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