tagesspiegel.de schreibt in »Brief an Digitalminister: GI kritisiert Microsoft-Bevorzugung an Hochschulen«

In der Diskussion um digitale Souveränität und Abhängigkeit von US-Herstellern rücken nun auch die Hochschulen in den Blick. Während Microsoft 365 für Studierende kostenlos angeboten werde, werde für die deutsche Open-Source-Alternative Open Desk 45 Euro netto pro Nutzer und Jahr berechnet, kritisieren drei Sprecher der Gesellschaft für Informatik (GI) in einem Offenen Brief an Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU).

„Die digitale Ausbildung einer ganzen Generation wird heute in einem von US-Technologien geprägten Ökosystem geprägt, das für Deutschlands digitale Souveränität zu einer strategischen Sackgasse wird“, heißt es in dem auf Donnerstag datierten Schreiben, das Tagesspiegel Background vorliegt. Wildberger müsse sich dafür einsetzen, Open Desk ebenfalls kostenfrei für alle Studierenden verfügbar zu machen.

Ich lache mich schlapp. Wenn Wildberger das ernsthaft gewollt hätte, hätte er das ZenDiS nicht derart ausgetrocknet. Selbst wenn Wildberger sich darauf einließe, ist fraglich, ob die Hochschulen das flächendeckend einsetzen würden. Was hält sie derzeit davon ab, auf LibreOffice umzusteigen? Was hindert sie daran, ein OX aufzusetzen? Nichts. Es fehlt allein am Willen.