Tagesspiegel Background schreibt in »Digitale Souveränität: Souveräne Suchindizes für EU-Staaten gefordert«
Die Organisation schlägt vor, dass die EU-Mitgliedstaaten entweder selbst in den Aufbau souveräner Suchinfrastrukturen investieren oder bestehende europäische Suchmaschinen als Standard in der öffentlichen Verwaltung einführen. Aktuell werde bereits an souveränen Suchindizes für Frankreich und Deutschland gearbeitet. Die Initiative betont, dass Suchmaschinen als strategische öffentliche Infrastruktur zu behandeln seien – vergleichbar mit Energie- oder Telekommunikationsnetzen.
Ich halte das für eine nutzlose Forderung. Es ist fraglich, ob neue Suchmaschinen in absehbarer Zeit mit der Qualität bestehender Angebote mithalten können, ohne enorme Summen zu investieren. Zugleich verändert Künstliche Intelligenz den Markt grundlegend.
Wer langfristig denkt, sollte an Lösungen für ein Web3 arbeiten, in dem es keinen zentralen Zugangspunkt für Suchanfragen gibt. Das wäre ein souveräner Ansatz. Alles andere wirkt wie Symbolpolitik.
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