Zwei Punkte sind an dem folgenden Artikel bemerkenswert.
Benjamin Hilbricht und Elena Metz schreiben in »Deutschland-Stack: IT-Planungsrat beschließt verpflichtende Standards« für tagesspiegel.de:
Der IT-Planungsrat hat auf seiner Frühjahrssitzung einstimmig die Standards des Deutschland-Stacks als verpflichtend beschlossen.
Bemerkenswert ist vor allem, dass die Standards tatsächlich verpflichtend für neue und bestehende Verfahren beschlossen wurden. Das war so nicht unbedingt zu erwarten.
Auffällig ist auch der letzte Absatz des Artikels:
„Der Deutschland-Stack wird mehr und mehr eine gemeinsame Sache“, sagte Anke Pörksen (SPD), Digitalstaatssekretärin in Niedersachsen. Wichtig für den Erfolg des Deutschland-Stack sei, dass „wir ganz eng miteinander arbeiten und die Kommunen mitkommen und anschlussfähig sind“, betonte sie. Kooperation müsse viel konsequenter zu Ende gedacht werden. „Wir müssen aufhören, parallel zu arbeiten und parallel zu entwickeln“, sagte Pörksen. Dazu gelte es auch, die Konkurrenz der IT-Dienstleister aufzubrechen, wie es derzeit mit einer zentralen Beschaffung von Schnittstellen für Kommunen über die Govdigital geplant ist. Dieses Thema wolle sie weiterverfolgen, wenn Niedersachsen im kommenden Jahr Vorsitzland im IT-Planungsrat ist. Der Fachkongress 2027 findet in Marburg in Hessen statt.
In der Praxis entsteht Konkurrenz nach dieser Wahrnehmung weniger zwischen IT-Dienstleistern selbst. Sie handeln im Auftrag politischer Entscheidungsträger. Dort treffen unterschiedliche Vorstellungen und Prioritäten aufeinander. Die Bereitschaft, bestehende Lösungen anderer mitzunutzen und sich bei Funktionen einzuordnen, ist nach bisherigen Erfahrungen gering.
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