Die Richtlinie »Software Bill of Materials for AI« stammt aus einem Rahmenwerk der G7-Staaten. Sie schlägt vor, ein Konzept aus der Softwareentwicklung auf KI-Systeme zu übertragen. Bei der Software Bill of Materials handelt es sich um eine Art Stückliste, die alle Bestandteile einer Software auflistet.

Bei KI soll eine solche Stückliste die statischen und dynamischen Eigenschaften eines Systems erfassen. Dazu zählen die verwendeten Modelle, die Trainingsdaten und die Lernverfahren sowie Merkmale zur Sicherheit. Die Liste soll maschinenlesbar sein und sich automatisch erzeugen lassen.

Als Mindestangaben nennen die Dokumente unter anderem Informationen zu Modellen und Datensätzen, zu Ein- und Ausgabeeigenschaften und zum Einsatzbereich. Hinzu kommen Angaben zu Standards der Cybersicherheit und Verweise auf bekannte Schwachstellen.

Die Kernaussage lautet, dass KI-Systeme erst durch eine standardisierte und transparente Dokumentation nachvollziehbar werden. Erst dann ließen sie sich für alle Beteiligten verlässlich einsetzen.