Author schreibt in »Republica : Bas und Wildberger gegen die „Tech Bros“« für tagesspiegel.de
Der Digitalminister versprach, dass bei allen neuen Beschaffungen Open Source Vorrang habe, wo immer es eine tragfähige Lösung gebe. Als Beispiel nannte er Open Desk, mit dem nun 30 Prozent der Arbeitsplätze im Ministerium ausgestattet seien.
Damit die Zendis diese Softwarealternative noch schneller ausbauen und ausrollen kann, soll sie künftig auch mehr Geld erhalten. „Wir müssen sie natürlich finanziell anders ausstatten, das ist ganz klar“, sagte Wildberger.
In diesem kurzen Textausschnitt steckt eine gewisse Ironie. Vorrangig Open Source, jedoch openDesk nur zu 30 Prozent.
Zum ZenDiS wurde hier bereits einiges geschrieben. Ursprünglich sollte sich die Organisation bis zum Jahreswechsel selbst finanzieren. Inzwischen ist vorgesehen, sie weiter öffentlich zu fördern. In einer von Juristen geprägten Politik sind Fachleute mit technischer Expertise zwingend notwendig. Diese sollten nicht gezwungen sein, sich wirtschaftlich selbst zu tragen.
Vom ZenDis sls erfolgreich vorangetriebenes Produkt ist vor allem openCode zu nennen. openDesk hingegen wird faktisch kaum weiterentwickelt. Aus dem Umfeld ist zu hören, dass sich auch StackIT schrittweise zurückzieht. Es entsteht der Eindruck, dass dem ZenDiS die technische Kompetenz fehlt, obwohl entsprechendes Know-how im Partnernetzwerk vorhanden ist.
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