Der »E-Government Benchmark 2026« erfasst jährlich den Digitalisierungsgrad der öffentlichen Verwaltung in den 27 EU-Staaten. Erstellt wurde die Studie von Capgemini, Sogeti und IDC im Auftrag der Europäischen Kommission. Dafür prüften Testpersonen im November 2025 über 14.000 Behörden-Websites und bewerteten 96 Dienste aus neun Lebensbereichen.

Das EU-Ziel der Digital Decade sieht vor, bis 2030 alle zentralen öffentlichen Dienste online bereitzustellen. Der entsprechende Wert für Bürgerdienste stieg 2025 auf 84,6 von 100 Punkten (2023: 79,4; 2024: 82,3). Die Bereiche Transport, Umzug und Studium weisen den höchsten Digitalisierungsgrad auf, der Gesundheitssektor den niedrigsten.

Zur digitalen Souveränität zeigt die Studie: 37 Prozent der untersuchten Behörden-Websites und mehr als die Hälfte der E-Mail-Server laufen über Betreiber außerhalb der EU. Der häufigste Nicht-EU-Standort sind die USA. Innerhalb der EU stellt Deutschland mit 10,3 Prozent den größten Anteil der Betreiber.

Die digitale Verwaltung wächst, bleibt bei ihrer Infrastruktur jedoch von Anbietern außerhalb der EU abhängig.