Lisa Oder, Alexandra Ketterer & Bastian Hosan schreiben in »KI-Nutzung: Eignen sich chinesische Modelle als Alternative?« für tagesspiegel.de
Küsters hebt hervor, dass solche Risiken nicht nur theoretisch sind. Das zeige eine Untersuchung der Sicherheitsfirma Crowdstrike vom Ende vergangenen Jahres, auf die Küsters verweist. Demnach produzierte das Deepseek-Modell R1 unsichereren Code, sobald es annahm, für Nutzer in Tibet oder die uigurische Gemeinschaft zu arbeiten. Am Reasoning des Modells sei teils erkennbar gewesen, dass es die sichere Lösung kannte, sie aber nicht auslieferte. Für den Wissenschaftler stellt sich daher die Frage: „Wollen wir uns von Modellen abhängig machen, die so starke politische Ideologien in den Daten, in der Architektur und im Output haben, nur weil es günstiger und effizienter ist?“