Capgemini hat den Report »Digital sovereignty. From policy ambition to executive imperative« als eine Art Bestandsaufnahme zur digitalen Souveränität veröffentlicht.

Die Kernaussage lautet, dass digitale Souveränität vom politischen Anspruch zur zentralen Aufgabe der Unternehmensführung geworden ist. Die Studie weist auf große Lücken zwischen Anspruch und Wirklichkeit hin. Kaum eine Organisation erreicht volle Kontrolle und Resilienz in allen kritischen Bereichen. Nur ein Prozent verfügt über eine starke Souveränität mit geringen Lücken. 86 Prozent weisen eine hohe Abhängigkeit und schwache Resilienz in kritischen Bereichen auf. 13 Prozent zeigen eine uneinheitliche Reife mit spürbaren Lücken. Der Report richtet sich an Organisationen, die ihre Abhängigkeiten wirklich reduzieren und digitale Souveränität aufbauen wollen.

Ganz gut fand ich auch folgendes Zitat aus der Pressemeldung:

„Unternehmen agieren heute in hochgradig vernetzten Technologieökosystemen. Digitale Souveränität bedeutet daher nicht vollständige Autonomie. Vielmehr geht es darum, ein klares Verständnis der eigenen Technologieabhängigkeiten zu entwickeln, um die notwendige Kontrolle und Flexibilität zur Steuerung von Risiken zurückzugewinnen", sagt Urs Krämer, Chief Sales Officer bei Capgemini in Deutschland.

Ich finde es passend, weil es meine derzeitige Einstellung widerspiegelt. Vollständige Autonomie wäre zwar schön, ist aber operativ kaum umsetzbar. Die meisten Organisationen können sich unabhängiger machen aber nicht vollständig unabhängig sein.