Nicht einmal Hamburgs Bürgermeister glaubt noch an das Bauprojekt Elbtower. Meiner Einschätzung nach könnte daraus Hamburgs teuerste Bauruine werden. Der Artikel steht zwar hinter einer Paywall, im Zusammenhang mit dem Elbtower ist nur die zitierte Frage relevant.

Insa Gall und Jens Meyer-Wellmann schreibt in »Wird Elbtower fertig gebaut? Tschentscher: „Bin ich mir nicht mehr so sicher“« für abendblatt.de

Kommen wir zu einem Thema, das viele Menschen in Hamburg umtreibt: dem Elbtower. Er ist zwar kein öffentliches, sondern ein privates Bauvorhaben. Eine Bauruine am Stadteingang wäre allerdings nicht schön. Wird der Elbtower fertig gebaut?

Da bin ich mir nicht mehr so sicher. Seit dem Beginn der Verhandlungen über den Ankauf von Flächen für das Naturkundemuseum ist viel Zeit vergangen. Einen Vertrag, der sicherstellt, dass die Stadt keine Risiken und offenen Rechnungen der privaten Investoren übernimmt, gibt es noch nicht. Der Senat hat seine Erwartungen an eine Lösung transparent dargelegt. Wir wollen einen kalkulierbaren Festpreis und nicht in die Risiken des Bauprojekts hineingezogen werden. Von diesen Eckpunkten weichen wir nicht ab. Die Stadt wird nicht den Preis für ein misslungenes privatwirtschaftliches Bauprojekt zahlen. Wir stellen uns bildlich gesprochen in die Position eines privaten Käufers: Ein Bauträger baut auf eigenes Risiko und verkauft das fertige Gebäude. Der Käufer prüft am Ende, ob das Gebäude wie vereinbart fertiggestellt wurde und zahlt den vereinbarten Preis.