Christiane Rebhan schreibt in »BACS-Chef Florian Schütz: „Wo keine Schwachstelle ist, kann keine KI sie ausnutzen“« für tagesspiegel.de

Vor kurzem haben wir darüber berichtet, dass die Schweizer Bundesbehörden ihre Arbeitsplätze auf Open Source umstellen wollen. Wie läuft das Projekt und was war der Antrieb?

Die Idee dahinter ist, digitale Souveränität zu fördern und damit eine gewisse Abhängigkeit von globalen Lieferanten für Büroautomationssysteme – einer der Hauptbetroffenen ist Microsoft – zu reduzieren. Es gab ein nationales Testzentrum im Kanton Zug. Dort wird Software, bei der es kein kommerzielles Interesse gibt, getestet. Wir wollen mit diesem Projekt (BOSS: Büroautomation Open Source Software) nur einen Teil der Arbeitsplätze ersetzen, es geht nicht um Komplettverzicht. Denn wenn wir nur diese Open-Source-Software verwenden und keine Weiterentwicklungskapazitäten im Haus haben, schaffen wir neue Abhängigkeit, falls das Projekt stagniert. Außerdem muss man beachten: Open-Source-Software ist statistisch nicht sicherer.