Fällt der gesamtwirtschaftliche Nutzen

In der Studie »Vibe Coding Kills Open Source« untersuchen Miklós Koren, Gábor Békés, Julian Hinz und Aaron Lohmann die möglichen Auswirkungen von KI-gestütztem Programmieren auf Open-Source-Software. KI senkt die Kosten, bestehende Bibliotheken zu nutzen und neue Anwendungen darauf aufzubauen. Gleichzeitig nimmt aber die direkte Beteiligung ab. Weniger Entwickler lesen Dokumentationen, melden Fehler oder beteiligen sich an öffentlichen Diskussionen. Diese Formen der Beteiligung stellen heute eine wesentliche Quelle für Sichtbarkeit, Nachfrage und Einkommen von Maintainerinnen und Maintainern dar. In ihrem ökonomischen Modell zeigen die Autoren, dass bei wachsendem Vibe Coding unter den heutigen Finanzierungsmechanismen weniger neue Open-Source-Projekte entstehen und bestehende seltener weiterentwickelt werden. Die verfügbare Open-Source-Software nimmt ab, ihre durchschnittliche Qualität sinkt. Obwohl die Produktivität gestiegen ist, ist der gesamtwirtschaftliche Nutzen dadurch geringer. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Open Source in seiner heutigen Form nur dann bestehen kann, wenn sich die Vergütung und Anreizstrukturen für Maintainer grundlegend ändern. ...

8. Februar 2026 · 1 Minute · 149 Wörter

KI-Crash

Achim Sawall schreibt in »Gita Gopinath: Harvard-Ökonomin warnt vor hartem KI-Crash« für golem.de Gopinath sieht verschiedene Faktoren, die einen solchen Crash auslösen könnten – etwa einen zweiten Fall Deepseek, also eine Firma, die KI zu einem Bruchteil der Kosten produziert wie die US-Konkurrenten. “Ein weiterer Crash-Auslöser könnte auch sein, dass die Inflation stärker als erwartet steigt, die US-Notenbank Fed die Zinsen erhöht und für Unternehmen sowie Staaten die Finanzierung der enormen Schulden verteuert” , so Gopinath. “Oder dass die Rendite langfristiger US-Staatsanleihen steigt, weil die Menschen für die Zukunft höhere Inflationsraten erwarten. Das könnte schlimm werden.” ...

27. Januar 2026 · 2 Minuten · 267 Wörter

Zwei Anwendungen

Viola Heeger schreibt in »Digitale Verwaltung: Wie digital souverän ist der Bundestag?« hinter einer Paywall von tagesspiegel.de: Als Alternative zu Microsoft Office bietet die Bundestagsverwaltung den Büros die Open Desk Suite des Zentrums für Digitale Souveränität (Zendis) an. Die Suite bündelt verschiedene Open-Source-Anwendungen für Textverarbeitung, Zusammenarbeit und Dateiverwaltung. Im Sommer 2025 löste die Suite die Phoenix Suite als Open Source Angebot im Bundestag ab. ...

27. Januar 2026 · 1 Minute · 120 Wörter

Deutschland-Stack

Im Deutschland-Stack gab es viele Diskussionen. Nicht alles ist perfekt. Fest steht aber, dass Open Source seinen Platz gefunden hat, wenn auch in einer sehr weichen Ausgestaltung. Stefan Krempl schreibt in »Deutschland-Stack 2.0: Vom abstrakten Fundament zum digitalen Betriebssystem« für heise.de Die Neuaufnahme definiert Leitplanken wie „API-First“, „DevSecOps by Default“ und das Prinzip „Made in EU“ für Marktlösungen. Dazu kommt eine Priorisierung: Eigenentwicklungen sollen vorrangig als Open Source realisiert werden. Beim Zukauf von Marktlösungen sind europäische Anbieter zu bevorzugen, sofern sie die Souveränitätskriterien erfüllen. ...

17. Januar 2026 · 1 Minute · 84 Wörter

Too complex

Der Text bezieht sich auf eine Studie, die zeigt, dass die meisten Unternehmen ihre Prozesse mit KI nicht optimieren konnten. O’Ryan Johnson schreibt in »Over half of enterprise AI stalls on infrastructure mess« für theregister.com About two-thirds of the 600 IT and business decision-makers surveyed at US enterprises with 1,000 or more employees said their AI environments are too complex to manage. ...

15. Januar 2026 · 1 Minute · 209 Wörter