Augenwischerei

Sheila Beladinejad schreibt in »KI-Souveränität: Roaming Free: Europas Paradoxon der KI-Souveränität« für tagesspiegel.de In Deutschland steht die Partnerschaft „Open AI for Germany” von SAP für den öffentlichen Sektor exemplarisch für dieses Problem. Vermarktet als Souveränität – „gebaut in Deutschland, für Deutschland” – entpuppt sich der Deal als Augenwischerei. Abhängigkeit von Anbietern wird als Unabhängigkeit verkauft. Der öffentliche Sektor wird aus Steuergeldern finanziert. Wenn er KI-Dienste einkauft, bezahlt er damit unmittelbar den Aufbau der Infrastruktur. Deshalb müssen auch die Vertragsbedingungen offengelegt werden – etwa die Regelungen zu Ausstiegsrechten, Interoperabilität und den Umweltauswirkungen. ...

15. Dezember 2025 · 1 Minute · 91 Wörter

Von solchen Einzelfällen

Die Chefin von Microsoft Deutschland nimmt Stellung zur digitalen Souveränität, zu Accountsperren infolge von US-Sanktionen, zu Künstlicher Intelligenz und zum Ausbau der Rechenzentren in Deutschland. Dabei weist sie Berichte zurück, die in den vergangenen Monaten in der Presse erschienen sind. Ihre Aussagen stehen im Widerspruch zu dieser Berichterstattung. Oliver Voß schreibt in »Agnes Heftberger : „Unternehmen wollen nicht durch falsch verstandene Souveränität eingeschränkt werden“« für tagesspiegel.de ...

12. Dezember 2025 · 1 Minute · 213 Wörter

Marktbeherrschenden LLM-Anbietern

Die Studie »Digitale Souveränität und große Sprachmodelle in der Bundesverwaltung« des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) und ÖFIT zeigt, wie LLMs souverän genutzt werden können. Ziel ist es, Abhängigkeiten zu reduzieren und europäische KI zu stärken. Ziel sollte sein, eine dauerhafte Unabhängigkeit von marktbeherrschenden LLM-Anbietern zu erreichen und die Leistungsfähigkeit der europäischen KI-Landschaft zu präsentieren. Die Studie zeigt, dass digitale Souveränität auch bei KI-Modellen erreichbar ist. Voraussetzung dafür sind politischer Wille und die Einsicht, dass dafür Ausgaben notwendig werden.

7. Dezember 2025 · 1 Minute · 81 Wörter

BärGPT

Berlin hat nun ein eigenes GPT namens »BärGPT«. Die Software ist quelloffen, das zugrunde liegende Sprachmodell stammt von Mistral.

26. November 2025 · 1 Minute · 19 Wörter

Lösung weiterbauen

Marie-Claire Koch schreibt in »Bayern: “Kein Verlass allein auf Open Source”« für heise.de Seiner Ansicht nach seien proprietäre Standardsoftwarelösungen in der Regel wirtschaftlicher zu beziehen, solange sie die geforderte Qualität und Sicherheit bieten. Eine staatliche Eigenentwicklung sei nur dort sinnvoll, wo keine passende Lösung vorhanden sei oder besonders hohe Sicherheitsanforderungen bestehen. Auf die Nachfrage nach steigenden Kosten für Lizenzmodelle, wie es etwa bei der Geoinformationssoftware Esri der Fall ist, antwortete Bauer, dass das eine Frage digitaler Souveränität sei. Eine Alternative seien hybride Ansätze mit Open-Source-Komponenten. Da brauche es mehr eigenes Personal und Entwickler, die so eine Lösung weiterbauen, “weil da kann ich mich nicht nur auf die Open-Source-Community verlassen, dass alles, was ich an Anforderungen habe, vielleicht auch mal schnell an Sicherheitsanforderungen habe, dass das von so einer Open-Source-Community sofort alles umgesetzt wird.” ...

24. November 2025 · 1 Minute · 133 Wörter