Proprietäre Systeme würden immer eine strukturelle Abhängigkeit erzeugen

tagesspiegel.de schreibt in »Digitale Souveränität: Minister Schrödter kritisiert geplante Neudefinition der Bundesregierung« Wirkliche Souveränität ist daher nach Ansicht Schrödters nur mit Open Source erreichbar. „Digitale Souveränität ist schlicht keine Governancefrage, sondern eine der technischen Eigentums- und Kontrollarchitektur“, schreibt Schrödter. „Die Fähigkeiten und Möglichkeiten, die die Sicherung digitaler Souveränität erfordert, lassen sich nicht vertraglich herstellen und auch nicht regulatorisch erzwingen, solange der Quellcode und die Verfügungsgewalt über die zentrale technologische Basis außerhalb staatlicher Kontrolle liegen.“ Proprietäre Systeme würden immer eine strukturelle Abhängigkeit erzeugen, Open Source kehre dieses Verhältnis um. ...

9. Februar 2026 · 1 Minute · 193 Wörter

Wir finanzieren unsere Abhängigkeit

Marcel Rosenbach interviewt Francesca Bria in »EuroStack-Initiatorin Francesca Bria: So wird der deutsche Staat digital unabhängig« für spiegel.de Wirkungsvoller wäre ohnehin etwas anderes: 300 Milliarden Euro an privatem Kapital verlassen Europa jährlich und fließen in die US-Kapitalmärkte. Und wir finanzieren unsere Abhängigkeit auch noch mit unseren Steuergeldern – durch öffentliche Aufträge an US‑Technologiekonzerne. Big Tech zu besteuern, ist richtig. Vor allem sollten wir diese Firmen aber nicht weiter mit öffentlichen Geldern für Dienstleistungen päppeln, die europäische Unternehmen genauso gut erbringen könnten. Die EU hat zudem ein wirkungsvolles Instrument, wenn ausländische Mächte Druck ausüben, um politische Veränderungen zu erzwingen – wie es die USA bei der EU-Digitalregulierung versuchen. Frankreich hat zu Recht gefordert, dieses »Anti-Zwang-Instrument« zu aktivieren, nicht nur für den Handel, auch für digitale Dienstleistungen. ...

24. Januar 2026 · 1 Minute · 125 Wörter

Verfassungsrechtlichen Möglichkeiten

Sarah Rachut schreibt in »Digital souveräne Polizeiarbeit: Digital souverän oder so souverän wie gerade möglich?« für tagesspiegel.de Wie digital souverän ist digital souverän? Das führt in der Praxis zu der Frage, wie souverän denn souverän genug ist. Als Maßstab gilt: Je näher eine Aufgabe am Kern der hoheitlichen Tätigkeit liegt, desto bedeutender ist sie für die (digitale) Souveränität und desto geringer sind die verfassungsrechtlichen Möglichkeiten, die Aufgabe auszulagern. ...

20. November 2025 · 1 Minute · 68 Wörter

Nischenthema für technikaffine Kreise

Heute fiel in der Tagesschau zum ersten Mal der Begriff digitale Souveränität (ab 2:50). Was vor drei Jahren noch als Nischenthema für technikaffine Kreise galt, ist inzwischen in der öffentlichen Debatte angekommen. Vielleicht ist es Zeit, sich nach einer neuen Nische umzusehen.

18. November 2025 · 1 Minute · 42 Wörter

Schlagwort des Jahres

Amin Oueslati und Jonathan Schmidt schreiben in »Europas KI-Souveränität: Was der Gipfel zur digitalen Souveränität jetzt liefern muss« für tagesspiegel.de Aber was bedeutet digitale Souveränität eigentlich? Zwar ist der Begriff auf gutem Weg zum Schlagwort des Jahres zu werden, beschreibt aber im Kern lediglich die selbstbestimmte, verlässliche Verfügbarkeit von digitalen Strukturen in Europa. Souveränität bedeutet nicht, dass alle digitalen Ressourcen und Anwendungen ausschließlich europäisch sein müssen. Aber wenn Europa auf Partner angewiesen ist, muss es die Bedingungen der Zusammenarbeit selbstsicher gestalten können und braucht Ausweichoptionen für den Notfall. ...

17. November 2025 · 1 Minute · 88 Wörter