Faire Wettbewerbsbedingungen

Die Gesellschaft für Informatik (GI) fordert in »Offener Brief an den Herrn Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS): Digitale Souveränität an Hochschulen – Dringender Handlungsbedarf für eine faire Marktsituation (openDesk vs. Microsoft)«, dass der Bund Maßnahmen ergreift, um die digitale Souveränität der Hochschulen zu stärken und faire Wettbewerbsbedingungen zwischen Open-Source-Lösungen (wie OpenDesk) und proprietären Anbietern wie Microsoft zu schaffen. ...

16. Februar 2026 · 1 Minute · 81 Wörter

Externer Dienstleister beauftragt

Oliver Heidinger schreibt in »Souveräne Infrastruktur: Digitale Souveränität beginnt beim Risikomanagement« für tagesspiegel.de Gerade in der Lieferkettensicherheit liegt oftmals eine Schwachstelle von Open-Source-Entwicklungen. Wer Open-Source-Software ‚kostenfrei‘ nutzen möchte, muss selbst erheblich in Wissen und Programmierfähigkeiten investieren. Denn insbesondere beim Einsatz von Open-Source-Produkten in zertifizierten sicheren Betriebsumgebungen muss zu jedem Zeitpunkt sichergestellt sein, dass neu aufgetretene Sicherheitslücken schnell geschlossen werden können. Kann man diese Anforderungen selber nicht erfüllen, muss hierfür ein externer Dienstleister beauftragt werden. So entstehen neue Abhängigkeiten. ...

16. Februar 2026 · 1 Minute · 134 Wörter

Abhängigkeiten tatsächlich reduzieren

Frank Karlitschek schreibt in »Digitale Souveränität: Europas digitale Zukunft braucht einen souveränen Plan A« für tagesspiegel.de Digitale Souveränität entsteht nicht dadurch, dass Alternativen bereitliegen. Sie entsteht dadurch, dass sie im Regelbetrieb genutzt werden. Nur so lassen sich Abhängigkeiten tatsächlich reduzieren, Kostenstrukturen verändern und eigene technologische Kompetenzen aufbauen. Eine Definition, die Nutzung ausdrücklich offenlässt, erklärt Stillstand zur souveränen Option. ...

9. Februar 2026 · 1 Minute · 125 Wörter

Immer weniger einzusetzen

Leonard Schulz schreibt in »Digitale Unabhängigkeit: Wie der Bundestag den Absprung von Microsoft & Co. schaffen will« für table.media Vieles in der Kommission deutet daraufhin, Microsoft perspektivisch immer weniger einzusetzen. Derzeit stellt die Bundestagsverwaltung für mehr als 10.000 Arbeitsplätze im Parlament und in den Wahlkreisbüros standardmäßig Microsoft 365 bereit – ergänzt um eine Open-Source-Alternative, die sogenannte Phoenix-Suite. Die Suche nach einem vollwertigen Ersatz ist noch nicht abgeschlossen. Die Nutzererfahrung und die enge Verzahnung der Microsoft-Produkte gelten als hohe Hürde. Eine europäische All-in-One-Lösung, die Cloud-Infrastruktur und Arbeitsplattform nahtlos integriert, existiert bislang nicht. ...

3. Februar 2026 · 1 Minute · 183 Wörter

CLOUD Act vs. eEvidence

Rechtsanwalt Jens Ferner schreibt in »CLOUD Act und EU-eEvidence VO im Vergleich« für ferner-alsdorf.de Der entscheidende Unterschied dürfte darin liegen, dass der CLOUD Act extraterritoriale Zugriffsrechte eines Drittstaats – der USA – auf europäische Daten etabliert, ohne dass europäische Rechtsmaßstäbe und europäische Gerichte in diese Entscheidungen eingebunden wären. Er verschiebt die faktische Herrschaft über Daten dorthin, wo die Konzernzentralen großer Plattform‑ und Cloudanbieter sitzen – und diese sitzen überwiegend in den USA. eEvidence dagegen operiert innerhalb des europäischen Rechtsraums, unterliegt unionsrechtlicher Grundrechtsbindung und kann – wenn auch nachträglich – durch den EuGH und nationale Gerichte kontrolliert werden. Der CLOUD Act lässt sich nicht durch Verweise auf eEvidence relativieren, jedenfalls wenn man thematisch eingearbeitet ist und nicht nur oberflächlich Vergleiche zieht. Die Tatsache, dass Europa seinerseits nun ein beschleunigtes Instrument für den grenzüberschreitenden Datenzugriff geschaffen hat, macht den US-CLOUD-Act weder harmloser noch weniger gefährlich für die Datensouveränität in Europa. Im Gegenteil: In der Zusammenschau zeigt sich, wie stark sich der klassische Territorialitätsgedanke bereits verschoben hat und wie sehr die Wahl der technischen und organisatorischen Infrastruktur (US-Cloud vs. souveräne EU-Cloud) zu einer genuin strategischen Souveränitätsfrage geworden ist. ...

2. Februar 2026 · 1 Minute · 185 Wörter