Politisch motivierte Vorgabe

Die Studie »Vergabeverfahren zur Bereitstellung, Entwicklung und Änderung von Computersoftware« des Wissenschaftlichen Diensts prüft, ob öffentliche Auftraggeber Software grundsätzlich auf Open Source beschränken dürfen. Das Ergebnis: So eine Einschränkung ist grundsätzlich nicht verboten – aber auch nicht immer erlaubt. Maßgeblich sind Gleichbehandlung, Nichtdiskriminierung, Transparenz sowie Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit. Eine pauschale Regelung auf Open Source zählt als Produkt- oder herkunftsbezogene Beschränkung. Sie ist nur okay, wenn konkrete technische Gründe wie Sicherheit, Interoperabilität oder Vendor-Lock-in dafür sprechen und dokumentiert sind. ...

17. Juli 2026 · 1 Minute · 87 Wörter

Per Verordnung

Es entsteht der Eindruck, dass die Schweizer Wettbewerbsaufsicht versucht, ein Souveränitätsproblem per Verordnung zu regeln. An der Abhängigkeit ändert das jedoch nichts. Auffällig ist zudem, wie häufig openDesk in dem Video unterschwellig und gezielt erwähnt wird.

15. Januar 2026 · 1 Minute · 36 Wörter

Open RAN für technische Souveränität

Ich habe mich heute mit Open RAN beschäftigt, um zu verstehen, welche Technik dahintersteht und warum das Thema seit rund fünf Jahren politisch diskutiert wird. Open RAN bezeichnet einen offenen Ansatz für das Funkzugangsnetz im 5G-Mobilfunk. Zentrale Netzfunktionen werden voneinander entkoppelt und über standardisierte Schnittstellen verbunden. Netzbetreiber sind dadurch nicht mehr an einen einzelnen Hersteller gebunden. Hard- und Software unterschiedlicher Anbieter lassen sich kombinieren und bei Bedarf austauschen. ...

13. Januar 2026 · 1 Minute · 166 Wörter

KI-Blase

Mark Surman schreibt in »Künstliche Intelligenz: Bringt Open Source die KI-Blase bald zum Platzen?« für tagesspiegel.de Nach dem Dotcom-Crash erwies sich das freie Betriebssystem Linux als überraschend robust und bildet heute die Grundlage eines Großteils der Public-Cloud-Infrastruktur. Ich sehe das ähnlich. Sollte die KI-Blase platzen, würden Hardware und insbesondere spezialisierte Hardware für kleine Vereinigungen und Privatpersonen deutlich erschwinglicher. Dadurch könnten Ansätze erprobt werden, die heutige Hyperscaler nicht verfolgen, weil sie kurzfristig keine Gewinne versprechen. Vor allem Open-Source-Modelle würden davon profitieren. Das könnte eine spannende Phase werden. ...

12. Januar 2026 · 1 Minute · 182 Wörter

Über Marktkosten

Stefan Krempl schreibt in »Grenzenloses Surfen: Geplante EU-Roaming-Erweiterung sorgt für böses Blut« für heise.de Hinter der glänzenden Fassade der Gebührenfreiheit für Endkunden tobt seit Längerem ein Verteilungskampf um die sogenannten Interoperator-Entgelte. Wenn ein Tourist in Albanien surft, muss sein heimischer Provider dem albanischen Netzbetreiber eine Großhandelsgebühr zahlen. Diese ist zwar gedeckelt, liegt aber nach Ansicht von Beobachtern immer noch deutlich über den tatsächlichen Marktkosten. Während Tourismus-Hotspots im Süden an diesen Gebühren verdienen, klagen Betreiber in nordischen und baltischen Staaten über einen stetigen Kapitalabfluss. ...

7. Januar 2026 · 1 Minute · 109 Wörter