Quantencomputing in der Hightech Agenda Deutschland

Das Whitepaper »Quantencomputing und die Hightech Agenda Deutschland« von QED untersucht den Stand der staatlich geförderten Quantencomputer-Entwicklung. Die Hightech Agenda Deutschland setzt auf drei Technologieplattformen, nämlich Supraleiter, Ionenfallen und Neutralatome, und will damit bis 2030 mindestens zwei fehlerkorrigierte Quantencomputer auf europäischem Spitzenniveau ermöglichen. Die Kernaussage fällt nüchtern aus. Keine der Plattformen ist bislang marktreif, kommerzielle Tragfähigkeit fehlt, und die Erwartungen industrieller Anwender werden noch nicht erfüllt. Bis Quantencomputer praktisch nutzbar sind, braucht es weiterhin erheblichen Forschungs- und Entwicklungsaufwand.

30. Juni 2026 · 1 Minute · 78 Wörter

Frankreich und Deutschland zur digitalen Souveränität

Das gemeinsame Papier von Frankreich und Deutschland zur digitalen Souveränität vom 17. Juni 2026 legt einen politischen Rahmen fest, mit dem Europa seine kritischen Abhängigkeiten von digitalen Technologien, Ressourcen, Produkten und Diensten aus Drittstaaten verringern soll. Diese Abhängigkeiten ziehen sich durch die gesamte technologische Kette, von der IT-Infrastruktur über Software bis hin zu Datenverarbeitung und künstlicher Intelligenz. Das Papier bündelt defensive und proaktive Maßnahmen, verbindet Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit und technologische Fähigkeiten und definiert digitale Souveränität über sechs Kerndimensionen. Konkrete Schwächen bleiben allerdings sichtbar. Das Papier ist rechtlich nicht bindend, klammert Verteidigung und nationale Sicherheit aus, schafft keine Beschaffungsauflagen für Unternehmen und begründet keine Investitions- oder Ausgabenpflichten für Mitgliedstaaten. Es nennt keine Fristen, keine Finanzierung und keine messbaren Ziele und überlässt die praktische Umsetzung späteren EU-Gesetzgebungsverfahren. Zentrale Begriffe wie “vertrauenswürdige Partner” oder “sensibelste Daten” bleiben unscharf, und viele Vorgaben stehen unter dem Vorbehalt der Verhältnismäßigkeit und offener Märkte, was den verbindlichen Kern verwässert. Es wird daher ein Vermutlich ist es nur ein weiteres Paper, das vorerst keine Veränderung bewirkt.

17. Juni 2026 · 1 Minute · 167 Wörter

Souveränität in sechs Dimensionen

Tagesspiegel Background schreibt in »Digitale Souveränität: BMDS definiert Souveränität in sechs Dimensionen« Durchsetzungsfähigkeit Fähigkeit zur Entwicklung, Bereitstellung und Nutzung von Technologien Fähigkeit und Kapazität zur wirtschaftlichen Wertschöpfung Schutz sensibler Daten Substituierbarkeit und Interoperabilität von Systemen Resilienz der Infrastruktur Der Stand ist noch vorläufig, bietet aber interessante Einblicke.

3. Juni 2026 · 1 Minute · 47 Wörter

So selbstverständlich werden wie Office-Kenntnisse

Fabian Ulitzka schreibt in »KI-Standort Deutschland: Es braucht keine eigenen Modelle, sondern mehr Anwendung« für tagesspiegel.de Drei Aufgaben, die jetzt entscheiden Anwendung vor Symbolpolitik. Kein Fokus auf „wir bauen das nächste Modell“, sondern auf produktive Nutzung in Industrie, Mittelstand und (öffentliche) Verwaltung: Prozessintegration, Standards, Beschaffung, Skalierung. Gerade in der öffentlichen Verwaltung ist das Transformationspotenzial mit Blick auf Produktivität und Effizienz besonders groß. Regulatorische Klarheit für die Anwendungsebene. DSGVO und EU-Regeln so operationalisieren, dass Unternehmen wissen, was sie tun können, inklusive Muster-Governance, Datenklassifizierung und Audit-Standards. Breitenkompetenz als nationale Infrastruktur behandeln. KI-Kompetenz muss so selbstverständlich werden wie Office-Kenntnisse – in Ausbildung, Umschulung, Verwaltung, Betrieben: schnell, niedrigschwellig, wirksam.

7. April 2026 · 1 Minute · 105 Wörter

Noch wichtiger geworden

Der folgende Artikel ist zwar hinter einer Paywall, doch diese Kernaussage genügt. Bert Fröndhoff, Isabelle Wermke und Lazar Backovic schreiben in »Schwacher Dollar-Kurs sorgt für mehr US-Exporte nach Europa« für handelsblatt.com Firmen aus den USA exportierten in fast allen Segmenten mehr nach Europa, zeigen die Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat: von Nahrungsmitteln über Rohstoffe, Chemikalien und die Pharmabranche bis hin zu Maschinen, Fahrzeug- sowie Luftfahrtprodukten. Experten sehen darin den Nachweis, dass die EU für Amerikas Wirtschaft in den vergangenen Jahren noch wichtiger geworden ist - anders als es Äußerungen der US-Regierung zu Europa vermuten lassen. ...

3. Februar 2026 · 1 Minute · 95 Wörter