CLOUD Act vs. eEvidence

Rechtsanwalt Jens Ferner schreibt in »CLOUD Act und EU-eEvidence VO im Vergleich« für ferner-alsdorf.de Der entscheidende Unterschied dürfte darin liegen, dass der CLOUD Act extraterritoriale Zugriffsrechte eines Drittstaats – der USA – auf europäische Daten etabliert, ohne dass europäische Rechtsmaßstäbe und europäische Gerichte in diese Entscheidungen eingebunden wären. Er verschiebt die faktische Herrschaft über Daten dorthin, wo die Konzernzentralen großer Plattform‑ und Cloudanbieter sitzen – und diese sitzen überwiegend in den USA. eEvidence dagegen operiert innerhalb des europäischen Rechtsraums, unterliegt unionsrechtlicher Grundrechtsbindung und kann – wenn auch nachträglich – durch den EuGH und nationale Gerichte kontrolliert werden. Der CLOUD Act lässt sich nicht durch Verweise auf eEvidence relativieren, jedenfalls wenn man thematisch eingearbeitet ist und nicht nur oberflächlich Vergleiche zieht. Die Tatsache, dass Europa seinerseits nun ein beschleunigtes Instrument für den grenzüberschreitenden Datenzugriff geschaffen hat, macht den US-CLOUD-Act weder harmloser noch weniger gefährlich für die Datensouveränität in Europa. Im Gegenteil: In der Zusammenschau zeigt sich, wie stark sich der klassische Territorialitätsgedanke bereits verschoben hat und wie sehr die Wahl der technischen und organisatorischen Infrastruktur (US-Cloud vs. souveräne EU-Cloud) zu einer genuin strategischen Souveränitätsfrage geworden ist. ...

2. Februar 2026 · 1 Minute · 185 Wörter

Eurosky

»Eurosky« versteht sich als souveränes soziales Netzwerk. Es basiert auf dem AT Protocol, wie auch Bluesky. Obwohl Mastodon früher gestartet ist, könnte Eurosky mehr Nutzer erreichen. Mastodon gilt als technisch anspruchsvoll und ist für viele nicht unmittelbar verständlich. Bluesky orientiert sich stark an Twitter, dessen Funktionsweise bekannt ist. Dadurch fällt die Orientierung leichter, voraussichtlich auch bei Eurosky. Wie Mastodon ist Eurosky föderiert. Der Austausch mit Nutzern auf Bluesky ist damit ohne Einschränkungen möglich. ...

21. Januar 2026 · 1 Minute · 73 Wörter

Verwicklung russischer Bürger in Sabotageakte

Mein Tag startet mit einem Joke. Tagesspiegel Background schreibt in »Russland: Whatsapp und Telegram eingeschränkt nutzbar« Whatsapp und Telegram seien wichtige Dienste für Erpressung, Betrug und Verwicklung russischer Bürger in Sabotageakte, hieß es.

23. Oktober 2025 · 1 Minute · 33 Wörter

Willen zur Umsetzung

Björn Wessel schreibt in »Souveräne Verwaltungs-IT – von der Strategie zur Praxis« für egovernment.de Souveränität entsteht durch klare Strategien, verlässliche Strukturen und den festen Willen zur Umsetzung. Technisch basiert sie auf Offenheit, Transparenz, Kontrolle und Unabhängigkeit. Wer diese Grundsätze verfolgt, schafft eine digitale Verwaltung, die sicher, anpassungsfähig und zukunftsfähig ist. Eine wirklich gelungene Zusammenfassung. Der Artikel ist wertvoll, weil er die Dinge klar und verständlich auf den Punkt bringt. ...

21. August 2025 · 1 Minute · 69 Wörter

Zunächst als Angriff

Sascha Lobo schreibt in »ünstliche Intelligenz: KI übernimmt Jobs und bedroht die Zukunft der Menschheit – oder nicht?« für spiegel.de Jede Technologie, die Tätigkeiten übernimmt, die vorher Menschen gemacht haben, wird zunächst als Angriff auf das Menschsein selbst verstanden. Auch weil sich Menschen und ganze Gesellschaften heute zu sehr über Arbeit, Tätigkeiten, Fähigkeiten definieren.

20. August 2025 · 1 Minute · 54 Wörter