Aus der Distanz
Bei den Anschlägen vom 11. September brauchte es noch einige Extremisten, die ein Verkehrsmittel kaperten. Heute kann Vergleichbares aus der Distanz geschehen, gesteuert vom Homeoffice aus.
Bei den Anschlägen vom 11. September brauchte es noch einige Extremisten, die ein Verkehrsmittel kaperten. Heute kann Vergleichbares aus der Distanz geschehen, gesteuert vom Homeoffice aus.
Die Chefin von Microsoft Deutschland nimmt Stellung zur digitalen Souveränität, zu Accountsperren infolge von US-Sanktionen, zu Künstlicher Intelligenz und zum Ausbau der Rechenzentren in Deutschland. Dabei weist sie Berichte zurück, die in den vergangenen Monaten in der Presse erschienen sind. Ihre Aussagen stehen im Widerspruch zu dieser Berichterstattung. Oliver Voß schreibt in »Agnes Heftberger : „Unternehmen wollen nicht durch falsch verstandene Souveränität eingeschränkt werden“« für tagesspiegel.de ...
Der EU-Souveränitätsgipfel am Dienstag dürfte interessant werden. Der aktuelle Entwurf der »Erklärung zur europäischen digitalen Souveränität« zeigt deutliche Spuren wirtschaftlicher Einflussnahme. Eine präzise Zusammenfassung des Dokuments bietet der Tagesspiegel Background. Johannes Kuhn schreibt in »EU-Souveränitätsgipfel am Dienstag: Wie konkret wird das Aufbruchssignal?« für tagesspiegel.de Kurz: Souveränität ja, aber keine (ohnehin unmögliche) Autarkie, sondern Offenheit „für vertrauenswürdige globale Partner“. Wie die Vertrauenswürdigkeit definiert werden sollte, definiert die unverbindliche Absichtserklärung wie erwartet nicht. ...
Axel Kannenberg schreibt in »Digitale Souveränität Fehlanzeige: Abhängigkeit von USA und China steigt« für heise.de Trotz der Debatte um digitale Souveränität bleibt die deutsche Wirtschaft stark von IT aus den USA und China abhängig. Das geht aus einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom hervor, laut der sich 9 von 10 der befragten Unternehmen als abhängig von IT aus dem Ausland bezeichnen. Folgende Aussage ist auch interessant. ...
Das cyberintelligence.institute (CII) warnt in dem Whitepaper »Digitale Un-Souveränität der Verwaltung kostet Steuermilliarden« vor einer weiter wachsenden digitalen Abhängigkeit der deutschen Verwaltung von Microsoft-Cloud-Diensten. Die Studie beschreibt, wie Lock-in-Effekte, Produktbündelungen und proprietäre Standards die Wahlfreiheit der öffentlichen Hand einschränken, Wettbewerb im europäischen Cloud-Markt behindern und sowohl Kostenkontrolle als auch Cyberresilienz schwächen. So seien die Lizenzkosten des Bundes seit 2017 um mehr als 250 % gestiegen, während monolithische Strukturen zugleich die Anfälligkeit für IT-Störungen - etwa wie beim Crowdstrike-Vorfall 2024 - erhöhen. ...