Wir finanzieren unsere Abhängigkeit

Marcel Rosenbach interviewt Francesca Bria in »EuroStack-Initiatorin Francesca Bria: So wird der deutsche Staat digital unabhängig« für spiegel.de Wirkungsvoller wäre ohnehin etwas anderes: 300 Milliarden Euro an privatem Kapital verlassen Europa jährlich und fließen in die US-Kapitalmärkte. Und wir finanzieren unsere Abhängigkeit auch noch mit unseren Steuergeldern – durch öffentliche Aufträge an US‑Technologiekonzerne. Big Tech zu besteuern, ist richtig. Vor allem sollten wir diese Firmen aber nicht weiter mit öffentlichen Geldern für Dienstleistungen päppeln, die europäische Unternehmen genauso gut erbringen könnten. Die EU hat zudem ein wirkungsvolles Instrument, wenn ausländische Mächte Druck ausüben, um politische Veränderungen zu erzwingen – wie es die USA bei der EU-Digitalregulierung versuchen. Frankreich hat zu Recht gefordert, dieses »Anti-Zwang-Instrument« zu aktivieren, nicht nur für den Handel, auch für digitale Dienstleistungen. ...

24. Januar 2026 · 1 Minute · 125 Wörter

Erschwert werden

Oliver Voß schreibt in »Start in Potsdam: So souverän ist Amazons Europacloud« hinter einer Paywalll von tagesspiegel.de Neben der Sorge vor Datenabflüssen soll auch ein „Kill-Switch-Szenario“ ausgeschlossen werden, also das Abschalten von Diensten auf politischen Druck. „Wir können alles auf unbegrenzte Zeit weiterbetreiben und können auch Software im Extremfall selbst weiterentwickeln“, sagte Michael Hanisch, Technologiechef bei AWS Deutschland. Eine aktuelle Kopie der Quellcodes werde in hiesigen Rechenzentren gespeichert. Die Programme könnten in den europäischen AWS-Entwicklungszentren bei Bedarf gewartet oder ergänzt werden. ...

16. Januar 2026 · 2 Minuten · 265 Wörter