Digitale Souveränität jenseits der Mythen

Ich befasse mich seit mehreren Jahren intensiv mit digitaler Souveränität. Das begann lange bevor der Begriff zum Modewort wurde und dabei an Kontur verlor. Mythos 1: Digitale Souveränität nur mit Open Source? Open Source wird häufig mit digitaler Souveränität gleichgesetzt. Diese Gleichsetzung greift zu kurz. Open Source kann den Vendor Lock-in verringern, ihn aber nicht vollständig vermeiden. Der öffentliche Diskurs richtet sich oft auf große und vergleichsweise leicht umsetzbare Migrationen. Dazu zählen Groupware wie E-Mail, Kalender und Kontakte, Kommunikationsplattformen oder Office-Lösungen. Solche Wechsel lassen sich politisch gut vermitteln, auch weil es inzwischen ausreichend nutzbare Alternativen gibt. Die zentrale Herausforderung liegt dabei weniger in der Technik als in den finanziellen Rahmenbedingungen. ...

10. Februar 2026 · 5 Minuten · 1104 Wörter

481,4 Millionen Euro

Svenja Bergt schreibt in »Digitale Abhängigkeit von den USA: Bund zahlt mehr für Microsoft-Lizenzen« für taz.de Trotz der Pläne, Deutschland digital unabhängiger von den USA zu machen, sind die Ausgaben des Bundes für Lizenzen des US-Softwarekonzerns Microsoft im vergangenen Jahr erneut gestiegen. 481,4 Millionen Euro zahlten die Bundesverwaltung sowie Zuwendungsempfänger des Bundes 2025 an Microsoft, so die Antwort auf eine schriftliche Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Rebecca Lenhard, über die zuerst die Süddeutsche Zeitung Dossier berichtete. ...

9. Februar 2026 · 1 Minute · 143 Wörter

Abhängigkeiten tatsächlich reduzieren

Frank Karlitschek schreibt in »Digitale Souveränität: Europas digitale Zukunft braucht einen souveränen Plan A« für tagesspiegel.de Digitale Souveränität entsteht nicht dadurch, dass Alternativen bereitliegen. Sie entsteht dadurch, dass sie im Regelbetrieb genutzt werden. Nur so lassen sich Abhängigkeiten tatsächlich reduzieren, Kostenstrukturen verändern und eigene technologische Kompetenzen aufbauen. Eine Definition, die Nutzung ausdrücklich offenlässt, erklärt Stillstand zur souveränen Option. ...

9. Februar 2026 · 1 Minute · 125 Wörter

Proprietäre Systeme würden immer eine strukturelle Abhängigkeit erzeugen

tagesspiegel.de schreibt in »Digitale Souveränität: Minister Schrödter kritisiert geplante Neudefinition der Bundesregierung« Wirkliche Souveränität ist daher nach Ansicht Schrödters nur mit Open Source erreichbar. „Digitale Souveränität ist schlicht keine Governancefrage, sondern eine der technischen Eigentums- und Kontrollarchitektur“, schreibt Schrödter. „Die Fähigkeiten und Möglichkeiten, die die Sicherung digitaler Souveränität erfordert, lassen sich nicht vertraglich herstellen und auch nicht regulatorisch erzwingen, solange der Quellcode und die Verfügungsgewalt über die zentrale technologische Basis außerhalb staatlicher Kontrolle liegen.“ Proprietäre Systeme würden immer eine strukturelle Abhängigkeit erzeugen, Open Source kehre dieses Verhältnis um. ...

9. Februar 2026 · 1 Minute · 193 Wörter

Aktuell testen wir

Elena Metz schreibt in »Staatssekretärin Daniela Dylakiewicz: „Wir tun gut daran, alternative Lösungen zu testen und einzusetzen“« für tagesspiegel.de Um Sicherheit im weiteren Sinne geht es auch, wenn man sich die Abhängigkeiten von bestimmter Software aus dem Ausland anschaut. Spätestens seit dem Europäischen Gipfel im November ist digitale Souveränität ein zentrales Thema. Als wichtiger Baustein wird hier immer wieder Open-Source-Software genannt. Welche Rolle spielt das in Sachsen? ...

6. Februar 2026 · 1 Minute · 146 Wörter