eGovernment Benchmark 2026

Der »E-Government Benchmark 2026« stammt von Capgemini, Sogeti und IDC im Auftrag der Europäischen Kommission. Die Studie misst jedes Jahr, wie weit die öffentliche Verwaltung in den 27 EU-Mitgliedstaaten digitalisiert ist. Dafür prüften Mystery Shopper im November 2025 über 14.000 Behörden-Websites und bewerteten 96 zentrale Dienste rund um neun Lebenslagen. Die digitale Verwaltung macht stetige Fortschritte in Richtung des Ziels der Digital Decade, alle wichtigen öffentlichen Dienste bis 2030 online anzubieten. Für Bürgerinnen und Bürger stieg der entsprechende Wert 2025 auf 84,6 von 100 Punkten, nach 79,4 im Jahr 2023 und 82,3 im Jahr 2024. Am weitesten sind Transport, Umzug und Studium, während Gesundheitsdienste weiterhin am wenigsten digitalisiert sind. ...

2. Juli 2026 · 1 Minute · 179 Wörter

Quantencomputing in der Hightech Agenda Deutschland

Das Whitepaper »Quantencomputing und die Hightech Agenda Deutschland« von QED untersucht den Stand der staatlich geförderten Quantencomputer-Entwicklung. Die Hightech Agenda Deutschland setzt auf drei Technologieplattformen, nämlich Supraleiter, Ionenfallen und Neutralatome, und will damit bis 2030 mindestens zwei fehlerkorrigierte Quantencomputer auf europäischem Spitzenniveau ermöglichen. Die Kernaussage fällt nüchtern aus. Keine der Plattformen ist bislang marktreif, kommerzielle Tragfähigkeit fehlt, und die Erwartungen industrieller Anwender werden noch nicht erfüllt. Bis Quantencomputer praktisch nutzbar sind, braucht es weiterhin erheblichen Forschungs- und Entwicklungsaufwand.

30. Juni 2026 · 1 Minute · 78 Wörter

Gemeinsam gründen

Die beiden Unternehmen Bleu und Delos arbeiten im Zuge ihrer scheinsouveränen Cloud-Produkte seit November 2025 zusammen. Gemeinsam gründen sie ein Cyber Defense Centre.

17. Juni 2026 · 1 Minute · 23 Wörter

Bewusste Entscheidung

Golo Roden schreibt in »Die souveräne Cloud, die keine ist: ein Etikett für die falsche Ebene« für heise.de Souveränität bedeutet seit jeher die höchste Entscheidungsgewalt, also die Frage, wer am Ende das letzte Wort hat. Übertragen auf die Cloud heißt das: Souverän ist nicht, wessen Daten in der EU liegen, sondern wer im Streitfall bestimmen kann, was mit ihnen geschieht. Alles andere ist Komfort, nicht Kontrolle. ...

17. Juni 2026 · 1 Minute · 92 Wörter

Frankreich und Deutschland zur digitalen Souveränität

Das gemeinsame Papier von Frankreich und Deutschland zur digitalen Souveränität vom 17. Juni 2026 legt einen politischen Rahmen fest, mit dem Europa seine kritischen Abhängigkeiten von digitalen Technologien, Ressourcen, Produkten und Diensten aus Drittstaaten verringern soll. Diese Abhängigkeiten ziehen sich durch die gesamte technologische Kette, von der IT-Infrastruktur über Software bis hin zu Datenverarbeitung und künstlicher Intelligenz. Das Papier bündelt defensive und proaktive Maßnahmen, verbindet Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit und technologische Fähigkeiten und definiert digitale Souveränität über sechs Kerndimensionen. Konkrete Schwächen bleiben allerdings sichtbar. Das Papier ist rechtlich nicht bindend, klammert Verteidigung und nationale Sicherheit aus, schafft keine Beschaffungsauflagen für Unternehmen und begründet keine Investitions- oder Ausgabenpflichten für Mitgliedstaaten. Es nennt keine Fristen, keine Finanzierung und keine messbaren Ziele und überlässt die praktische Umsetzung späteren EU-Gesetzgebungsverfahren. Zentrale Begriffe wie “vertrauenswürdige Partner” oder “sensibelste Daten” bleiben unscharf, und viele Vorgaben stehen unter dem Vorbehalt der Verhältnismäßigkeit und offener Märkte, was den verbindlichen Kern verwässert. Es wird daher ein Vermutlich ist es nur ein weiteres Paper, das vorerst keine Veränderung bewirkt.

17. Juni 2026 · 1 Minute · 167 Wörter