Kaum außerhalb der USA und Chinas erreichen

Moritz Förster schreibt in »Gartner: Souveräne Cloud nur in USA und China möglich« für heise.de Vollständige technologische oder digitale Souveränität lässt sich nach Einschätzung von Gartner derzeit kaum außerhalb der USA und Chinas erreichen. Ursachen dafür sind die Dominanz der großen Hyperscaler sowie anhaltende Abhängigkeiten bei Infrastruktur, Plattformdiensten und Lieferketten. Darauf wies Gartner-VP-Analyst Douglas Toombs auf der Konferenz „IT Infrastructure, Operations & Cloud Strategies“ in Sydney hin. ...

13. Mai 2026 · 1 Minute · 67 Wörter

Frei von den Fesseln

Stefan Krempl schreibt in »Münchens IT-Wende: Open Source ist für die neue Koalition der Normalfall« für heise.de Um diesen Anspruch in der komplexen Verwaltungswelt umzusetzen, soll das Anfang 2024 im Rahmen eines grün-roten 5-Punkte-Plans gegründete Open Source Program Office (OSPO) dem Vernehmen nach aufgewertet werden. Es fungiert als zentrale Steuerungseinheit, die Projekte sichtet, Zusammenarbeit mit der Community koordiniert und rechtliche Hürden bei der Veröffentlichung städtischer Eigenentwicklungen abbaut. Ziel ist eine IT-Infrastruktur, die frei von den Fesseln proprietärer Anbieter agiert und stattdessen konsequent auf offene Schnittstellen und herstellerunabhängige Standards setzt. ...

12. Mai 2026 · 1 Minute · 99 Wörter

Customer-Managed Encryption Keys

Ben Schwan schreibt in »Google Cloud: „Wenn Anthropic das richtige LLM hat, sollen Kunden Claude nutzen“« für heise.de Das heißt: im eigenen Rechenzentrum oder im jeweiligen Land – und weiterhin verschlüsselt? Alle Daten sind verschlüsselt: in transit, at rest und in process. Also so, dass Google Cloud nicht hineinschauen kann? Wir haben Verfahren wie Customer-Managed Encryption Keys. Dafür braucht es zwei Schlüssel. Google hält einen im Auftrag des Kunden, der Kunde hält den anderen. Solange nicht beide Schlüssel zusammenkommen, werden die Daten nicht offengelegt. ...

12. Mai 2026 · 1 Minute · 119 Wörter

Cloud Souveränität

Benjamin Hilbricht und Oliver Voß schreibt in »C3A-Katalog: Die BSI-Kriterien für souveräne Clouds« für tagesspiegel.de Strategische Souveränität: Der Cloud-Anbieter muss EU- oder deutschem Recht unterliegen. Deutsche oder EU-Behörden müssen eine effektive Kontrolle vornehmen können. Wenn sich ein amerikanischer, chinesischer oder sonstiger Nicht-EU-Akteur in einen Cloud-Anbieter einkauft oder ihn übernimmt, muss das Unternehmen drei Monate im Voraus seine Kunden davor warnen. Rechtliche Souveränität: Einmal im Jahr muss der Cloud-Anbieter Nicht-EU-Gesetze identifizieren, die sich auf sein Geschäft auswirken, und eine Risikoanalyse vornehmen. Ein Beispiel wäre der US Cloud Act. Außerdem enthält der Abschnitt ein Kriterium für den Verteidigungsfall. Als souverän gelten Cloud-Anbieter, die Wissen, Fähigkeiten und Personal vorhalten, sodass der Staat die Cloud-Services im Verteidigungsfall selbst steuern kann. Datensouveränität: Dieser Punkt ist sehr umfangreich. Hier spezifizieren Kriterien, ob und wie viel Kontrolle die Kunden über die Metadaten und Daten haben und wo diese gespeichert werden. Es wird verlangt, dass der Cloud-Anbieter ein externes Management für kryptografische Schlüssel zulässt. Dadurch würde gewährleistet, dass er Kundendaten nicht selbst entschlüsseln kann. Auch die Möglichkeit, die Nutzeridentitäten außerhalb der Cloud zu managen, gilt als Muss. Betriebssouveränität: Auch dieser Punkt ist sehr umfangreich. Unter anderem finden sich hier die eingangs erwähnten Kriterien, dass die Rechenzentren 90 Tage lang ohne jegliche Verbindung zu Nicht-EU-Staaten laufen können müssen. „Wir müssen die Kabel zu den US-Backbones physisch rausziehen können und trotzdem muss ein Rechenzentrum in Europa betriebsfähig bleiben“, sagt BSI-Vize Caspers. Lieferketten: Hier müssen souveräne Unternehmen ihre Abhängigkeiten in Software, Hardware und Diensten inventarisieren und am besten einen dokumentierten Prozess für den Problemfall vorhalten. Technologische Souveränität: Hier verlangt das Bundesamt, dass es ein Backup des Quellcodes auf einem Speicher in der EU gibt. Der Code darf nicht älter sein als 24 Stunden und muss dokumentiert sein. Cloud-Anbieter, die in Deutschland tätig sein wollen, müssen für den Notfall eine Strategie vorhalten, wie sie ihre Dienste weiter liefern können. Zusätzlich können sie nachweisen, dass sie eigene Leute haben, die die Entwicklung und Wartung der Dienste übernehmen können, falls die Lieferung aus dem EU-Ausland abbricht. Der Artikel ist auch über das oben genannte Zitat hinaus interessant. Den C3A-Katalog kann man hier einsehen.

27. April 2026 · 2 Minuten · 349 Wörter

S-o-u-v-e-r-ä-n-i-t-ä-t

Tagesspiegel Background schreibt in »Digitale Souveränität: Schwarz Digits stellt Souveränitäts-Modell vor« Mit einem Reifegrad-Modell wird dabei die digitale Souveränität von IT-Services in vier Stufen bewertet: Basic, Initial, Advanced und Future-Proof. Innerhalb dieses „Sovereignty Maturity Level Framework“ gibt es einen Katalog mit mehr als 100 Kriterien. Dabei orientiert sich Schwarz am Cloud Sovereignty Framework der Europäischen Kommission. Beide haben acht beziehungsweise neun Souveränitätsdimensionen definiert: ...

17. April 2026 · 1 Minute · 105 Wörter