Wir finanzieren unsere Abhängigkeit

Marcel Rosenbach interviewt Francesca Bria in »EuroStack-Initiatorin Francesca Bria: So wird der deutsche Staat digital unabhängig« für spiegel.de Wirkungsvoller wäre ohnehin etwas anderes: 300 Milliarden Euro an privatem Kapital verlassen Europa jährlich und fließen in die US-Kapitalmärkte. Und wir finanzieren unsere Abhängigkeit auch noch mit unseren Steuergeldern – durch öffentliche Aufträge an US‑Technologiekonzerne. Big Tech zu besteuern, ist richtig. Vor allem sollten wir diese Firmen aber nicht weiter mit öffentlichen Geldern für Dienstleistungen päppeln, die europäische Unternehmen genauso gut erbringen könnten. Die EU hat zudem ein wirkungsvolles Instrument, wenn ausländische Mächte Druck ausüben, um politische Veränderungen zu erzwingen – wie es die USA bei der EU-Digitalregulierung versuchen. Frankreich hat zu Recht gefordert, dieses »Anti-Zwang-Instrument« zu aktivieren, nicht nur für den Handel, auch für digitale Dienstleistungen. ...

24. Januar 2026 · 1 Minute · 125 Wörter

96 Prozent

Justin Metz schreibt in »Software: Deutschlands Antwort auf Microsoft« für zeit.de Deutschlands Abhängigkeit von Microsoft ist enorm: 96 Prozent aller Behörden hierzulande nutzen die Programme des Konzerns, 69 Prozent dessen Server. Das ergab die letzte Abfrage des BMI aus dem Jahr 2019. Viel verändert haben dürfte sich seitdem nicht, jedenfalls steigen die Ausgaben des Bundes für Microsoft-Lizenzen: 209 Millionen Euro zahlten die Ministerien 2022 für Software und Dienstleistungen, vier Millionen Euro mehr als noch ein Jahr zuvor. Den größten Anteil daran hat mit 109 Millionen Euro das Verteidigungsministerium. Es folgt das Ministerium für Inneres: 40 Millionen Euro. ...

23. April 2024 · 1 Minute · 112 Wörter