Digitale Souveränität messbar machen

Das ZenDiS hat ein Diskussionspapier »Kriterien für Digitale Souveränität« veröffentlicht, das Kriterien zur Bewertung digitaler Souveränität für die öffentliche Verwaltung festlegen soll. Vorgesehen sind ein Kriterienkatalog, ein Souveränitätscheck und eine risikobasierte Methodik. Die Konsultationsphase läuft bis Mai 2026. Zwei Details im Papier fallen auf. Als Plattform für den Konsultationsprozess empfiehlt das Papier openCode. Betrieben wird openCode vom ZenDiS selbst. Außerdem soll es für KI eine gesonderte Regelung geben. Warum, erklärt das Papier nicht. ...

26. März 2026 · 1 Minute · 88 Wörter

Kill-Switch-Szenario realistisch

Moritz Förster schreibt in »Studie: Mehrheit der DACH-Unternehmen hält Cloud-Abschaltung für realistisch« für heise.de Unternehmen in der DACH-Region betrachten ihre Abhängigkeit von großen Cloud-Anbietern zunehmend als strategisches Risiko. Laut einer aktuellen Studie von Lünendonk & Hossenfelder halten 83 Prozent der befragten Unternehmen ein sogenanntes Kill-Switch-Szenario für realistisch – also die Möglichkeit, dass ein Cloud-Provider den Zugang zu kritischen IT-Services einseitig einschränkt oder komplett abschaltet. Gleichzeitig verfügen nur 57 Prozent über eine Exit-Strategie für den Wechsel des Providers. Fast die Hälfte hat demnach keinen Plan B für den Ernstfall. ...

21. März 2026 · 1 Minute · 88 Wörter

Keine vollwertige Alternative

Der folgende Absatz zu Delos und openDesk ist bemerkenswert. Viola Heeger schreibt in »Bundestag: So sieht der erste Entwurf der Digitalstrategie aus« für tagesspiegel.de Als Open-Source-Alternative setzt der Bundestag auf Open Desk, eine modulare Arbeitsumgebung des Zentrums für Digitale Souveränität (Zendis), die Anwendungen wie Textverarbeitung, E-Mail und Videokonferenz bündelt. Im Entwurf wird Open Desk als „kurzfristig aktivierbare Fallback-Option“ beschrieben. Also ein Notfallsystem, das im Krisenfall einspringen kann, aber noch keine vollwertige Alternative zur Microsoft-Umgebung darstellt. Im Dokument heißt es, dass Verträge bevorzugt werden, die „auch kurzfristig einen Anbieterwechsel ermöglichen“. Die Abhängigkeit von Microsoft soll beherrschbar bleiben, auch wenn sie vorerst fortbesteht. ...

20. März 2026 · 1 Minute · 129 Wörter

Streben die Nutzung des Deutschland-Stack an

Viola Heeger schreibt in »Deutschland-Stack: Doch keine Verpflichtung« für tagesspiegel.de Was bei diesem Ringen konkret herausgekommen ist, lässt sich in der Änderungshistorie des D-Stack-Steckbriefs ablesen. Nach Informationen von Tagesspiegel Background gab es in einer Runde der Länder-CIOs erheblichen Widerspruch gegen den ersten Entwurf vom 5. März, woraufhin der Text nachgebessert wurde. Die Änderungen sind aufschlussreich: Das Wort „Governance“ verschwand aus dem Titel. Die Reihenfolge der Beschlusspunkte wurde umgestellt – weg vom Bundesanspruch auf Standardsetzung, hin zu „gemeinsamem Vorgehen“. Und die ursprünglich geplante Verpflichtung zur Nutzung des Deutschland-Stacks wurde auf eine bloße Absichtserklärung heruntergehandelt: Bund, Länder und Kommunen „streben“ die Nutzung der D-Stack-Lösungen künftig lediglich „an“. ...

16. März 2026 · 1 Minute · 116 Wörter

Suchmaschinen als strategische öffentliche Infrastruktur

Tagesspiegel Background schreibt in »Digitale Souveränität: Souveräne Suchindizes für EU-Staaten gefordert« Die Organisation schlägt vor, dass die EU-Mitgliedstaaten entweder selbst in den Aufbau souveräner Suchinfrastrukturen investieren oder bestehende europäische Suchmaschinen als Standard in der öffentlichen Verwaltung einführen. Aktuell werde bereits an souveränen Suchindizes für Frankreich und Deutschland gearbeitet. Die Initiative betont, dass Suchmaschinen als strategische öffentliche Infrastruktur zu behandeln seien – vergleichbar mit Energie- oder Telekommunikationsnetzen. ...

12. März 2026 · 1 Minute · 130 Wörter