Knapp einem Viertel

Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung wurde mit großen Worten vorgestellt. Es sollte den digitalen Aufbruch markieren und verhindern, dass Deutschland international weiter zurückfällt. Ein Blick auf den Haushalt zeigt nun jedoch, dass die Ankündigungen erneut nicht mit den bereitgestellten Mitteln Schritt halten. Christiane Rebhan schreibt in »Sondervermögen vs. eigener Etat: Scheinriese Digitalhaushalt?« für tagesspiegel.de Diese Summe wiederum entspricht nur knapp einem Viertel der zusammengerechneten Digitalausgaben des Bundes aus dem letzten Jahr der Ampelregierung. Denn ohne Berücksichtigung der Verteidigungsausgaben lagen die Digitalausgaben im Jahr 2024 bei einer Summe von 19,1 Milliarden Euro. ...

26. November 2025 · 1 Minute · 92 Wörter

Lösung weiterbauen

Marie-Claire Koch schreibt in »Bayern: “Kein Verlass allein auf Open Source”« für heise.de Seiner Ansicht nach seien proprietäre Standardsoftwarelösungen in der Regel wirtschaftlicher zu beziehen, solange sie die geforderte Qualität und Sicherheit bieten. Eine staatliche Eigenentwicklung sei nur dort sinnvoll, wo keine passende Lösung vorhanden sei oder besonders hohe Sicherheitsanforderungen bestehen. Auf die Nachfrage nach steigenden Kosten für Lizenzmodelle, wie es etwa bei der Geoinformationssoftware Esri der Fall ist, antwortete Bauer, dass das eine Frage digitaler Souveränität sei. Eine Alternative seien hybride Ansätze mit Open-Source-Komponenten. Da brauche es mehr eigenes Personal und Entwickler, die so eine Lösung weiterbauen, “weil da kann ich mich nicht nur auf die Open-Source-Community verlassen, dass alles, was ich an Anforderungen habe, vielleicht auch mal schnell an Sicherheitsanforderungen habe, dass das von so einer Open-Source-Community sofort alles umgesetzt wird.” ...

24. November 2025 · 1 Minute · 133 Wörter

Feature File

Die Lage der digitalen Souveränität ist absurder, als man denkt. Ein Teil der Infrastruktur großer Techkonzerne läuft nicht nur über Cloudflare, sondern hängt faktisch an einem einzelnen Menschen, der die Updates einspielt. Ein globales System mit Milliarden Nutzern, gestützt von genau einer Datei. Tagesspiegel Background schreibt in »Ausfall am Dienstag: Update-Fehler legte Cloudflare lahm« Das sogenannte „Feature File“ verdoppelte sich in der Größe und wurde anschließend auf alle Server des globalen Cloudflare-Netzes verteilt. Die Software, die den Datenverkehr durch das Netzwerk leitet, konnte die unerwartet große Datei jedoch nicht verarbeiten und stürzte ab. In der Folge kam es zu weitreichenden Störungen – unter anderem bei X, ChatGPT, Energie- und Verkehrsbehörden in den USA sowie bei zahlreichen Konzernen und öffentlichen Diensten. ...

20. November 2025 · 1 Minute · 120 Wörter

SOOFI

Ich bin heute zum ersten Mal auf den Begriff »SOOFI«, der für Sovereign Open Source Foundation Models steht. Der Bundesverband der Unternehmen der Künstlichen Intelligenz in Deutschland e.V. schreibt dazu folgendes: Ein wichtiger Schritt für die europäische KI-Souveränität: Unter SOOFI arbeiten zukünftig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 6 führenden deutschen Forschungseinrichtungen zusammen, um souveräne europäische Alternativen zu KI-Technologien aus den USA und China bereitzustellen. Der Fokus liegt darin, mit den Modellen einen Beitrag für die industrielle Nutzung von KI zu leisten. Gefördert vom Bundeswirtschaftsministerium für Wirtschaft und Energie und betrieben auf der Industrial AI Cloud der Deutschen Telekom, legt SOOFI den Grundstein für ein unabhängiges europäisches KI-Ökosystem. ...

19. November 2025 · 1 Minute · 147 Wörter

Nur noch das Machen

Der genannte Artikel liegt hinter einer Paywall. Vielleicht gibt es irgendwo eine frei zugängliche Version. Cristina Caffarra schreibt in »Digitale Souveränität: Jetzt zählt nur noch das Machen!« für tagesspiegel.de Es wird immer offensichtlicher, welchem Irrglauben wir in den vergangenen Jahren aufgesessen sind: Wir haben geglaubt, wenn wir möglichst viel Energie in die Regulierung von Apps und Diensten der Digitalgiganten stecken, würde am Ende schon irgendwie eine erfolgreiche europäische Technologie-Branche herauskommen. Anstatt unsere Kraftanstrengung in den Aufbau eigener Infrastrukturen zu stecken, haben wir uns mit Regulierung des E-Commerce und der Suchmaschinen begnügt. Währenddessen haben die von uns regulierten Tech-Konzerne im Hintergrund ihre grenzüberschreitenden Technologien tief in unseren Infrastrukturräumen verankert. ...

18. November 2025 · 1 Minute · 153 Wörter