Mühsam nachbauen

Mike Linksvayer schreibt in »Digitale Souveränität: Europas digitale Zukunft entsteht nicht in Silos« für tagesspiegel.de Wenn wir lediglich die Marktführer von gestern mühsam nachbauen, wird uns das morgen keine nennenswerte Souveränität bringen. Europa kann bei der Innovation von morgen absolut führend sein. Aber es erfordert andere strategische Prioritäten. Eine offene, globale Zusammenarbeit ermöglicht es europäischen Talenten und Investoren, sich auf aufstrebende Bereiche zu konzentrieren, in denen das Feld noch völlig offen ist. Wir sollten das nächste Jahrzehnt nicht damit verbringen, eine grundlegende Infrastruktur zu duplizieren, die längst existiert und die durch einen völligen Neuaufbau unter keinem wirtschaftlichen Modell billiger wird. Jeder Euro und jede Entwicklerstunde, die in diese Duplizierung fließen, fehlen beim Aufbau der nächsten echten Innovationsstufe. ...

15. April 2026 · 1 Minute · 124 Wörter

Suchmaschinen als strategische öffentliche Infrastruktur

Tagesspiegel Background schreibt in »Digitale Souveränität: Souveräne Suchindizes für EU-Staaten gefordert« Die Organisation schlägt vor, dass die EU-Mitgliedstaaten entweder selbst in den Aufbau souveräner Suchinfrastrukturen investieren oder bestehende europäische Suchmaschinen als Standard in der öffentlichen Verwaltung einführen. Aktuell werde bereits an souveränen Suchindizes für Frankreich und Deutschland gearbeitet. Die Initiative betont, dass Suchmaschinen als strategische öffentliche Infrastruktur zu behandeln seien – vergleichbar mit Energie- oder Telekommunikationsnetzen. ...

12. März 2026 · 1 Minute · 130 Wörter

Die teuerste Wette der Geschichte

Es ist der 30. November 2022. In Deutschland läuft die Fußball-WM. Donald Trump hat zwei Wochen zuvor seine Kandidatur angekündigt. Und ein kleines Unternehmen namens OpenAI bringt ein Produkt auf den Markt, das sich niemand wirklich erklären kann. Fünf Tage später hat ChatGPT eine Million Nutzer. Nach zwei Monaten sind es hundert Millionen. Kein Produkt in der Geschichte der Menschheit hat sich so schnell verbreitet. OpenAIs Bewertung springt von 30 auf 80 Milliarden Dollar, zeitweise auf 90. Das entspricht ungefähr dem Börsenwert von Mercedes-Benz. Für ein Unternehmen, das bis dahin keinen Cent Umsatz gemacht hatte. ...

10. März 2026 · 8 Minuten · 1889 Wörter

KI-Crash

Achim Sawall schreibt in »Gita Gopinath: Harvard-Ökonomin warnt vor hartem KI-Crash« für golem.de Gopinath sieht verschiedene Faktoren, die einen solchen Crash auslösen könnten – etwa einen zweiten Fall Deepseek, also eine Firma, die KI zu einem Bruchteil der Kosten produziert wie die US-Konkurrenten. “Ein weiterer Crash-Auslöser könnte auch sein, dass die Inflation stärker als erwartet steigt, die US-Notenbank Fed die Zinsen erhöht und für Unternehmen sowie Staaten die Finanzierung der enormen Schulden verteuert” , so Gopinath. “Oder dass die Rendite langfristiger US-Staatsanleihen steigt, weil die Menschen für die Zukunft höhere Inflationsraten erwarten. Das könnte schlimm werden.” ...

27. Januar 2026 · 2 Minuten · 267 Wörter

Nur noch das Machen

Der genannte Artikel liegt hinter einer Paywall. Vielleicht gibt es irgendwo eine frei zugängliche Version. Cristina Caffarra schreibt in »Digitale Souveränität: Jetzt zählt nur noch das Machen!« für tagesspiegel.de Es wird immer offensichtlicher, welchem Irrglauben wir in den vergangenen Jahren aufgesessen sind: Wir haben geglaubt, wenn wir möglichst viel Energie in die Regulierung von Apps und Diensten der Digitalgiganten stecken, würde am Ende schon irgendwie eine erfolgreiche europäische Technologie-Branche herauskommen. Anstatt unsere Kraftanstrengung in den Aufbau eigener Infrastrukturen zu stecken, haben wir uns mit Regulierung des E-Commerce und der Suchmaschinen begnügt. Währenddessen haben die von uns regulierten Tech-Konzerne im Hintergrund ihre grenzüberschreitenden Technologien tief in unseren Infrastrukturräumen verankert. ...

18. November 2025 · 1 Minute · 153 Wörter