Personalpolitische Manövriermasse

Wer übernimmt eigentlich die Arbeit, wenn Mitarbeiter sich entscheiden, ihre Wochenarbeitszeit zu reduzieren? Wer in Teilzeit geht, muss ersetzt werden. Die fehlenden Stunden dürfte eine neue Kollegin übernehmen, deren Vertrag ausläuft, sobald der Brückenteilzeitler nach ein, zwei, drei, vier oder fünf Jahren in seine Vollzeitposition zurückkehrt. Hinter den Glücklichen mit selbst gewählter reduzierter Arbeitszeit stehen die Lückenfüller, die bald wieder weg sind. Sie sind die personalpolitische Manövriermasse, um anderen Arbeitszeiten zu ermöglichen, die zum Leben passen, und so dürfen sie sich auch fühlen. Es entstehen Vertretungsjobs von vorübergehender Dauer, oft sogar mit geringem Stundenumfang. – Bernd Kramer am 4. Januar 2019 ...

5. Januar 2019 · 1 Minute · 117 Wörter

Digitales Menschenrecht

Ist das Blocken anderer Menschen okay, ein Menschenrecht oder gar schon Zensur? Diese und andere Thesen fasst Sascha diese Woche in seiner Kolumne auf und kommt zu einem guten Fazit. Jeder darf immer jeden Blocken, ohne Begründung, ohne die Pflicht, sich erklären zu müssen, ohne auch nur einen einzigen weiteren Gedanken daran verschwenden zu müssen. Blocken Sie nach Belieben, wen Sie wollen, und lassen Sie sich niemals einreden, das sei irgendwie nicht okay. Blocken ist ein digitales Menschenrecht. – Sascha Lobo am 2. Januar 2019 ...

2. Januar 2019 · 1 Minute · 90 Wörter

Muster der Venen

Der Bio-Hacker Starbug wurde richtig bekannt, als er als Erster den Fingerabdruckscanner des iPhone 5 ausgetrickst hat. Es folgten noch Hacks zum Irisscanner von Samsung und dem Face-ID von Apple. Nun hat er sich den Venenscanner austricksen können. Bisher galten diese als „sicherste“ biometrische Zugangskontrolle. Infolge der Anpassung kann der Sensor auch infrarotes Licht aufnehmen. Fotografiert man damit eine menschliche Hand, absorbiert das venöse Blut das Licht eines bestimmten Wellenbereichs, während der Rest des Gewebes das Licht reflektiert, wodurch die Muster der Venen auf dem Bild dunkel abgesetzt sichtbar werden. Mit solchen Kameras bekomme man selbst aus fünf bis sieben Metern Entfernung ausreichend gute Bilder hin, sagt Krissler. – Patrick Beuth am 27. Dezember 2018 ...

28. Dezember 2018 · 1 Minute · 136 Wörter

Ist all das obsolet

Guido nimmt in einem Artikel für Basic Thinking die deutsche Autoindustrie und deren arrogante Haltung zur Elektromobilität auseinander. Und spätestens, wenn ich gar kein eigenes Auto mehr besitze, um es 94 Prozent seiner Zeit herumstehen zu lassen, ist all das obsolet. Dann kommt mich mein frisch gewartetes Auto vor der Haustür abholen, bringt mich an mein Ziel und fährt selbstständig weiter zum nächsten Auftrag. – Guido Augustin am 19. Dezember 2018 ...

26. Dezember 2018 · 1 Minute · 71 Wörter

Möglichst umfassend zugänglich

Die Wikimedia Commons hat den Rechtsstreit mit Reiss-Engelhorn-Museen verloren, Museen dürfen den Zugang auch zu urheberrechtsfreien (digitalen) Werken beschränken. Folgendes Zitat muss hier gesichert werden. Letztendlich muss es uns allen darum gehen, das kulturelle Erbe möglichst umfassend zugänglich zu machen, damit es nicht im medialen Lärm der Gegenwart untergeht und so aus dem (digitalen) Bewusstsein der Menschen verschwindet. – John Weitzmann & Lisa Dittmer am 20. Dezember 2018

24. Dezember 2018 · 1 Minute · 68 Wörter