Mühsam nachbauen

Mike Linksvayer schreibt in »Digitale Souveränität: Europas digitale Zukunft entsteht nicht in Silos« für tagesspiegel.de Wenn wir lediglich die Marktführer von gestern mühsam nachbauen, wird uns das morgen keine nennenswerte Souveränität bringen. Europa kann bei der Innovation von morgen absolut führend sein. Aber es erfordert andere strategische Prioritäten. Eine offene, globale Zusammenarbeit ermöglicht es europäischen Talenten und Investoren, sich auf aufstrebende Bereiche zu konzentrieren, in denen das Feld noch völlig offen ist. Wir sollten das nächste Jahrzehnt nicht damit verbringen, eine grundlegende Infrastruktur zu duplizieren, die längst existiert und die durch einen völligen Neuaufbau unter keinem wirtschaftlichen Modell billiger wird. Jeder Euro und jede Entwicklerstunde, die in diese Duplizierung fließen, fehlen beim Aufbau der nächsten echten Innovationsstufe. ...

15. April 2026 · 1 Minute · 124 Wörter

Europaweit

In der Pressemeldung »Bund stellt ZenDiS strategisch neu auf« des BMDS schreibt man: In dem Strategieprozess sollen konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet werden, die eine nachhaltige Skalierung des ZenDiS ermöglichen. Durch die weitere Etablierung des souveränen Arbeitsplatzes openDesk und die Stärkung der Plattform openCode soll das ZenDiS einen wesentlichen Beitrag zur digitalen Souveränität der öffentlichen Verwaltung leisten. Ziel ist es, das Open Source-Ökosystem nicht nur in Deutschland, sondern auch europaweit stärker zu aktivieren. ...

15. April 2026 · 1 Minute · 96 Wörter

Digitale Souveränität messbar machen

Das ZenDiS hat ein Diskussionspapier »Kriterien für Digitale Souveränität« veröffentlicht, das Kriterien zur Bewertung digitaler Souveränität für die öffentliche Verwaltung festlegen soll. Vorgesehen sind ein Kriterienkatalog, ein Souveränitätscheck und eine risikobasierte Methodik. Die Konsultationsphase läuft bis Mai 2026. Zwei Details im Papier fallen auf. Als Plattform für den Konsultationsprozess empfiehlt das Papier openCode. Betrieben wird openCode vom ZenDiS selbst. Außerdem soll es für KI eine gesonderte Regelung geben. Warum, erklärt das Papier nicht. ...

26. März 2026 · 1 Minute · 88 Wörter

Keine vollwertige Alternative

Der folgende Absatz zu Delos und openDesk ist bemerkenswert. Viola Heeger schreibt in »Bundestag: So sieht der erste Entwurf der Digitalstrategie aus« für tagesspiegel.de Als Open-Source-Alternative setzt der Bundestag auf Open Desk, eine modulare Arbeitsumgebung des Zentrums für Digitale Souveränität (Zendis), die Anwendungen wie Textverarbeitung, E-Mail und Videokonferenz bündelt. Im Entwurf wird Open Desk als „kurzfristig aktivierbare Fallback-Option“ beschrieben. Also ein Notfallsystem, das im Krisenfall einspringen kann, aber noch keine vollwertige Alternative zur Microsoft-Umgebung darstellt. Im Dokument heißt es, dass Verträge bevorzugt werden, die „auch kurzfristig einen Anbieterwechsel ermöglichen“. Die Abhängigkeit von Microsoft soll beherrschbar bleiben, auch wenn sie vorerst fortbesteht. ...

20. März 2026 · 1 Minute · 129 Wörter

RIP MkDocs

Mit der Ankündigung »What MkDocs 2.0 means for your documentation projects« steht das bisherige MkDocs-Ökosystem vor einem tiefgreifenden Umbruch. Die neue Version ist ein kompletter Neuanfang. Sie ist weder mit MkDocs 1.x noch mit zentralen Erweiterungen wie Material for MkDocs kompatibel. Das Plugin-System entfällt vollständig. Hinzu kommen ein neues Theming- und Konfigurationsmodell ohne vorgesehenen Migrationspfad sowie ein deutlich eingeschränktes Beitragsmodell. ...

17. März 2026 · 1 Minute · 123 Wörter