Kinderschutz per Algorithmus

Zwei Forscherinnen von der University of Southern California (Kalifornien) und der Auckland University of Technology (Neuseeland) forschen an einer Art IT-gestützter Risikoeinschätzung für potenzielle Kindesmisshandlungen. Sozialämter sollen Zugriff auf dieses Berechnungsverfahren bekommen, um so bessere Entscheidungen zum Wohl des Kindes zu treffen. Dazu werteten sie rund 80.000 Missbrauchsfälle aus vier Jahren aus und entwickelten den Algorithmus. Natürlich gibt es auch generelle Kritik am Kinderschutz per Algorithmus. Da ist zum einen die Angst vor der Datenkrake. »Die Ämter erheben nicht mehr Daten als früher, der Algorithmus gewichtet sie nur«, wiegelt Putnam-Hornstein ab. Anders als Eckard Connects und die meisten Privatanbieter, die mit ihrer Technologie viel Geld verdienen, geben Putnam-Hornstein und Vaithianathan die Rechte an ihrem Algorithmus ab. – Michaela Haas am 20. Jul 2018 ...

20. Juli 2018 · 1 Minute · 169 Wörter

Insgesamt 88%

Mit der Einführung des Teilhabechancengesetzes zur Änderung des SGB II kann die Agentur für Arbeit Langzeitarbeitslose für maximal fünf Jahre einem Arbeitgeber zuweisen und dieser kann seine Kosten größtenteils steuerlich geltend machen. Als Dank der Nation werden dem Arbeitgeber in den ersten zwei Jahren 100% der Lohnkosten aus Steuermitteln erstattet, danach wird die Lohnkostenerstattung jährlich um 10% reduziert. Auf die fünfjährige Dauer der Zwangsbeschäftigung gerechnet erhält der Arbeitgeber insgesamt 88% der Lohnkosten aus Steuermitteln erstattet. – gegen-hartz.de am 11. Jul 2018 ...

12. Juli 2018 · 1 Minute · 91 Wörter

Dichte-Stress

Noch nie habe ich so viel über Nahverkehrsdesign gelernt wie im Interview mit Elisabeth Oberzaucher. Je größer Städte werden, desto ausgeprägter wird auch der Dichte-Stress. Deshalb mag der Eindruck entstehen, dass wir zunehmend Abstand suchen. Eigentlich ist das Bedürfnis nach Abstand das gleiche geblieben, es ist nur schwieriger zu verwirklichen. Wirklich aufschlussreicher Artikel.

2. April 2018 · 1 Minute · 53 Wörter

Ins 21. Jahrhundert überführen

Die EU-Kommission möchte den Umsatz von Internetfirmen zukünftig mit 3 Prozent besteuern. Die Steuer soll dort fällig werden, wo der Umsatz auch gemacht wurde, also in dem Land, in dem der User sitzt. Im Europaparlament stießen die Ideen auf grundsätzliche Zustimmung. “Wir müssen unser Unternehmenssteuerrecht dringend ins 21. Jahrhundert überführen”, sagte der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber. — Bernd Mewes

17. März 2018 · 1 Minute · 58 Wörter

Kleine Leute

Wunderbarer Artikel in der Zeit, in dem vier Personen beschreiben, wie es ankommt, wenn in der Politik über die kleinen Leute gesprochen wird. Ein Begriff wie kleine Leute kann die doch gar nicht alle fassen. Er beschränkt die Menschen nur auf ihr Einkommen oder ihren Stand in der Gesellschaft. – Matthias Kreienbrink Wir sollten aufhören, von kleinen Leuten (kleinen Mann, etc.) zu sprechen. Es reduziert eine Gesellschaftsschicht und suggeriert, dass wir nicht auf Augenhöhe kommunizieren. ...

15. März 2018 · 1 Minute · 112 Wörter