Profitieren von einem öffentlichen Gut

Ist Deine Gesundheit bzw. die Deines Kindes nur ganz alleine Deine Sache? Bisher war meine Meinung zu dem Thema klar. Aber der Artikel »Warum Gesundheit keine Privatsache ist von Berit Uhlmann« regt zumindest zum Nachdenken an. Italien und Frankreich haben vor Kurzem die Impfpflicht eingeführt. Das ist ein besonders drastischer Schritt, den man nicht gutheißen muss. Aber es ist keine Verschwörung zwischen Politik und Pharmaindustrie, um das Volk mit „Chemie“ zu vergiften. Die Regierungen reagierten vielmehr darauf, dass sich immer mehr Menschen wie Schwarzfahrer benehmen. Sie profitieren von einem öffentlichen Gut, nämlich einem sehr gering gewordenen Erkrankungsrisiko, das es nur gibt, weil die Mehrzahl geimpft ist. Sie selbst wollen jedoch nichts zu diesem Gut beitragen. Die Impfpflicht korrigiert also unsoziales Verhalten. — Berit Uhlmann ...

8. Mai 2018 · 1 Minute · 158 Wörter

Nicht automatisierbar schienen

Mir kommt der ganze Hype um KI und Automatisierung schrecklich erzwungen vor. Zwar sehe ich gerade in neuronalen Netzen viel Potenzial, aber ich frage mich, ob KI und Automation nicht auch Buzzwords sind, die genauso schnell abgenutzt sein werden wie Industrie 4.0 oder Blockchain. Sascha hingegen gibt uns einen Ausblick auf seine Sicht der Dinge. Der Grund, warum eine demokratische Perspektive auf KI notwendig wird, ist nicht nur das, was KI kann und können wird. Sondern auch, was KI nicht kann und nicht können soll. Es beginnt mit der Automatisierung von Arbeitsprozessen, die zuvor nicht automatisierbar schienen. Es geht weiter mit den Auswirkungen von KI auf jede Form von Privatsphäre durch die möglichen, umfangreichen Rückschlüsse aus Datensammlungen. ...

3. April 2018 · 1 Minute · 123 Wörter

Dichte-Stress

Noch nie habe ich so viel über Nahverkehrsdesign gelernt wie im Interview mit Elisabeth Oberzaucher. Je größer Städte werden, desto ausgeprägter wird auch der Dichte-Stress. Deshalb mag der Eindruck entstehen, dass wir zunehmend Abstand suchen. Eigentlich ist das Bedürfnis nach Abstand das gleiche geblieben, es ist nur schwieriger zu verwirklichen. Wirklich aufschlussreicher Artikel.

2. April 2018 · 1 Minute · 53 Wörter

Ins 21. Jahrhundert überführen

Die EU-Kommission möchte den Umsatz von Internetfirmen zukünftig mit 3 Prozent besteuern. Die Steuer soll dort fällig werden, wo der Umsatz auch gemacht wurde, also in dem Land, in dem der User sitzt. Im Europaparlament stießen die Ideen auf grundsätzliche Zustimmung. “Wir müssen unser Unternehmenssteuerrecht dringend ins 21. Jahrhundert überführen”, sagte der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber. — Bernd Mewes

17. März 2018 · 1 Minute · 58 Wörter

Kleine Leute

Wunderbarer Artikel in der Zeit, in dem vier Personen beschreiben, wie es ankommt, wenn in der Politik über die kleinen Leute gesprochen wird. Ein Begriff wie kleine Leute kann die doch gar nicht alle fassen. Er beschränkt die Menschen nur auf ihr Einkommen oder ihren Stand in der Gesellschaft. – Matthias Kreienbrink Wir sollten aufhören, von kleinen Leuten (kleinen Mann, etc.) zu sprechen. Es reduziert eine Gesellschaftsschicht und suggeriert, dass wir nicht auf Augenhöhe kommunizieren. ...

15. März 2018 · 1 Minute · 112 Wörter