Politisch motivierte Vorgabe

Die Ausarbeitung »Vergabeverfahren zur Bereitstellung, Entwicklung und Änderung von Computersoftware« der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages geht der Frage nach, ob öffentliche Auftraggeber ihre Softwarebeschaffung auf Open Source Software beschränken dürfen. Die Kernaussage lautet, dass eine solche Beschränkung vergaberechtlich weder generell unzulässig noch uneingeschränkt zulässig ist. Entscheidend sind die Grundsätze der Gleichbehandlung, Nichtdiskriminierung, Transparenz sowie der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit. Eine pauschale Festlegung auf Open Source Software gilt als produkt- oder herkunftsbezogene Beschränkung und ist nur zulässig, wenn sie durch objektive Sachgründe wie IT-Sicherheit, Interoperabilität oder die Vermeidung von Vendor-Lock-in gerechtfertigt und dokumentiert ist. ...

17. Juli 2026 · 1 Minute · 106 Wörter

Frei von den Fesseln

Stefan Krempl schreibt in »Münchens IT-Wende: Open Source ist für die neue Koalition der Normalfall« für heise.de Um diesen Anspruch in der komplexen Verwaltungswelt umzusetzen, soll das Anfang 2024 im Rahmen eines grün-roten 5-Punkte-Plans gegründete Open Source Program Office (OSPO) dem Vernehmen nach aufgewertet werden. Es fungiert als zentrale Steuerungseinheit, die Projekte sichtet, Zusammenarbeit mit der Community koordiniert und rechtliche Hürden bei der Veröffentlichung städtischer Eigenentwicklungen abbaut. Ziel ist eine IT-Infrastruktur, die frei von den Fesseln proprietärer Anbieter agiert und stattdessen konsequent auf offene Schnittstellen und herstellerunabhängige Standards setzt. ...

12. Mai 2026 · 1 Minute · 99 Wörter

Mehr als acht Milliarden Euro

In der Drucksache 21/5413 geht es um die Frage, wie viel der Bund für Software von US‑Firmen ausgegeben hat. Eine klare Summe nennt die Antwort nicht. Im Raum stehen mehr als acht Milliarden Euro, möglicherweise deutlich mehr. Eine genaue Zahl bleibt offen.

24. April 2026 · 1 Minute · 42 Wörter

Wirklich explodiert

Tagesspiegel Background schreibt in »BMDS-Staatssekretär Jarzombek: „Die Lizenzkosten sind wirklich explodiert“« Thomas Jarzombek (CDU) will die Lizenzkosten für Hyperscaler runterbringen. „Die Lizenzkosten, gerade bei den großen Anbietern, sind wirklich explodiert über die letzte Zeit“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär aus dem Digitalministerium am Mittwoch beim Fachkongress „Digitaler Staat“ in Berlin. Konkrete Anbieter nannte Jarzombek explizit nicht. „Wir müssen gucken, wie wir hier ein paar Posten reduzieren“, fuhr Jarzombek fort. ...

5. März 2026 · 1 Minute · 68 Wörter

900 Prozent

tagesspiegel.de schreibt in »Preissteigerungen von 900 Prozent: Bayerns Microsoft-Kosten bei Support-Verträgen explodieren« Der Artikel steht zwar hinter einer Paywall, ist aber über die bekannten öffentlichen Archive weiterhin zugänglich. Demnach haben sich die Kosten für Microsoft-Support für die bayerische Staatskanzlei seit 2020 um 900 Prozent erhöht. Während die Staatskanzlei im Jahr 2020 noch 27.000 Euro für den Support zahlte, waren es im vergangenen Jahr 248.740,91 Euro, berichtet „Golem“ unter Verweis auf „oeffentlichevergabe.de“. ...

13. Februar 2026 · 1 Minute · 138 Wörter