Augenwischerei

Sheila Beladinejad schreibt in »KI-Souveränität: Roaming Free: Europas Paradoxon der KI-Souveränität« für tagesspiegel.de In Deutschland steht die Partnerschaft „Open AI for Germany” von SAP für den öffentlichen Sektor exemplarisch für dieses Problem. Vermarktet als Souveränität – „gebaut in Deutschland, für Deutschland” – entpuppt sich der Deal als Augenwischerei. Abhängigkeit von Anbietern wird als Unabhängigkeit verkauft. Der öffentliche Sektor wird aus Steuergeldern finanziert. Wenn er KI-Dienste einkauft, bezahlt er damit unmittelbar den Aufbau der Infrastruktur. Deshalb müssen auch die Vertragsbedingungen offengelegt werden – etwa die Regelungen zu Ausstiegsrechten, Interoperabilität und den Umweltauswirkungen. ...

15. Dezember 2025 · 1 Minute · 91 Wörter

In Open-Source-Software investieren

Bastian Hosan schreibt in »Public Money, Public Code: Berlin hat sich eine Open-Source-Strategie gegeben« für tagesspiegel.de Im Jahr 2026 soll eine zentrale Funktion zur Koordination der Open-Source-Aktivitäten und zur Umsetzung der Strategie stehen. 2027 soll die aktuelle Software hinsichtlich ihres Risikos bewertet sein. 2028 sollen alle Mitarbeiter:innen der Berliner Verwaltung die für sie wichtigen Schulungen gemacht haben. 2029 sollen dann bereits die Hälfte der proprietären Softwareprodukte auf Open-Source-Alternativen untersucht worden sein. 2030 möchte Berlin an mindestens 30 Projekten auf Open Code des Zendis beteiligt sein. 2031 will Berlin 50 Prozent des für Software ausgegebenen Geldes in Open-Source-Software investieren. ...

10. Dezember 2025 · 1 Minute · 98 Wörter

Grad an Souveränität

Vieles an dem verlinkten Artikel sehe ich anders, dem zitierten Satz stimme ich jedoch vollständig zu. André Glenzer schreibt in »Realitätssinn statt Ideologie: Digitale Souveränität ist nicht Schwarz-Weiß« für tagesspiegel.de Hundertprozentige Souveränität gibt es genauso wenig wie hundertprozentige Informationssicherheit. Viel wichtiger ist es, den jeweils angemessenen Grad an Souveränität für die individuellen Anwendungsszenarien zu definieren.

27. November 2025 · 1 Minute · 55 Wörter

Nur noch das Machen

Der genannte Artikel liegt hinter einer Paywall. Vielleicht gibt es irgendwo eine frei zugängliche Version. Cristina Caffarra schreibt in »Digitale Souveränität: Jetzt zählt nur noch das Machen!« für tagesspiegel.de Es wird immer offensichtlicher, welchem Irrglauben wir in den vergangenen Jahren aufgesessen sind: Wir haben geglaubt, wenn wir möglichst viel Energie in die Regulierung von Apps und Diensten der Digitalgiganten stecken, würde am Ende schon irgendwie eine erfolgreiche europäische Technologie-Branche herauskommen. Anstatt unsere Kraftanstrengung in den Aufbau eigener Infrastrukturen zu stecken, haben wir uns mit Regulierung des E-Commerce und der Suchmaschinen begnügt. Währenddessen haben die von uns regulierten Tech-Konzerne im Hintergrund ihre grenzüberschreitenden Technologien tief in unseren Infrastrukturräumen verankert. ...

18. November 2025 · 1 Minute · 153 Wörter

Schlagwort des Jahres

Amin Oueslati und Jonathan Schmidt schreiben in »Europas KI-Souveränität: Was der Gipfel zur digitalen Souveränität jetzt liefern muss« für tagesspiegel.de Aber was bedeutet digitale Souveränität eigentlich? Zwar ist der Begriff auf gutem Weg zum Schlagwort des Jahres zu werden, beschreibt aber im Kern lediglich die selbstbestimmte, verlässliche Verfügbarkeit von digitalen Strukturen in Europa. Souveränität bedeutet nicht, dass alle digitalen Ressourcen und Anwendungen ausschließlich europäisch sein müssen. Aber wenn Europa auf Partner angewiesen ist, muss es die Bedingungen der Zusammenarbeit selbstsicher gestalten können und braucht Ausweichoptionen für den Notfall. ...

17. November 2025 · 1 Minute · 88 Wörter