Nachnutzung in der öffentlichen Verwaltung

Die Studie »Nachnutzung in der öffentlichen Verwaltung« von NExT e. V. untersucht, warum Verwaltungen bestehende digitale Lösungen übernehmen und welche Faktoren dabei ausschlaggebend sind. Zentrale Kernaussage ist, dass Nachnutzung vor allem durch Ressourcenknappheit, strategische Ziele der eigenen Organisation und rechtliche Vorgaben getrieben wird. 52 Prozent der Befragten nennen Ressourcenknappheit als wichtigen Auslöser, 51 Prozent strategische Ziele und 50 Prozent rechtliche Vorgaben. Ebenfalls relevant sind erfolgreiche Nutzung an anderer Stelle sowie gezielte Lösungssuche. Die Ergebnisse basieren auf 319 Personen mit praktischer Erfahrung in der Nachnutzung und zeigen, dass struktureller Druck und konkrete Problemlagen entscheidender sind als Innovationsimpulse von außen.

27. April 2026 · 1 Minute · 98 Wörter

Mühsam nachbauen

Mike Linksvayer schreibt in »Digitale Souveränität: Europas digitale Zukunft entsteht nicht in Silos« für tagesspiegel.de Wenn wir lediglich die Marktführer von gestern mühsam nachbauen, wird uns das morgen keine nennenswerte Souveränität bringen. Europa kann bei der Innovation von morgen absolut führend sein. Aber es erfordert andere strategische Prioritäten. Eine offene, globale Zusammenarbeit ermöglicht es europäischen Talenten und Investoren, sich auf aufstrebende Bereiche zu konzentrieren, in denen das Feld noch völlig offen ist. Wir sollten das nächste Jahrzehnt nicht damit verbringen, eine grundlegende Infrastruktur zu duplizieren, die längst existiert und die durch einen völligen Neuaufbau unter keinem wirtschaftlichen Modell billiger wird. Jeder Euro und jede Entwicklerstunde, die in diese Duplizierung fließen, fehlen beim Aufbau der nächsten echten Innovationsstufe. ...

15. April 2026 · 1 Minute · 124 Wörter

Europaweit

In der Pressemeldung »Bund stellt ZenDiS strategisch neu auf« des BMDS schreibt man: In dem Strategieprozess sollen konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet werden, die eine nachhaltige Skalierung des ZenDiS ermöglichen. Durch die weitere Etablierung des souveränen Arbeitsplatzes openDesk und die Stärkung der Plattform openCode soll das ZenDiS einen wesentlichen Beitrag zur digitalen Souveränität der öffentlichen Verwaltung leisten. Ziel ist es, das Open Source-Ökosystem nicht nur in Deutschland, sondern auch europaweit stärker zu aktivieren. ...

15. April 2026 · 1 Minute · 96 Wörter

So selbstverständlich werden wie Office-Kenntnisse

Fabian Ulitzka schreibt in »KI-Standort Deutschland: Es braucht keine eigenen Modelle, sondern mehr Anwendung« für tagesspiegel.de Drei Aufgaben, die jetzt entscheiden Anwendung vor Symbolpolitik. Kein Fokus auf „wir bauen das nächste Modell“, sondern auf produktive Nutzung in Industrie, Mittelstand und (öffentliche) Verwaltung: Prozessintegration, Standards, Beschaffung, Skalierung. Gerade in der öffentlichen Verwaltung ist das Transformationspotenzial mit Blick auf Produktivität und Effizienz besonders groß. Regulatorische Klarheit für die Anwendungsebene. DSGVO und EU-Regeln so operationalisieren, dass Unternehmen wissen, was sie tun können, inklusive Muster-Governance, Datenklassifizierung und Audit-Standards. Breitenkompetenz als nationale Infrastruktur behandeln. KI-Kompetenz muss so selbstverständlich werden wie Office-Kenntnisse – in Ausbildung, Umschulung, Verwaltung, Betrieben: schnell, niedrigschwellig, wirksam.

7. April 2026 · 1 Minute · 105 Wörter

Nachnutzung generativer KI-Systeme

Die Studie »Nachnutzung generativer KI-Systeme« des Kompetenzzentrums Öffentliche IT (ÖFIT) am Fraunhofer FOKUS, Version 1.0 vom 19.12.2025, verfasst von Jens Tiemann und Dorian Wachsmann und am 04.02.2026 veröffentlicht, dokumentiert und analysiert bestehende generative KI-Systeme der öffentlichen Verwaltung wie KIPITZ, PLAIN und LLMoin einschließlich ihrer technischen Architekturen und Funktionsweisen. Die zentrale Erkenntnis ist keine Empfehlung für eine einzelne Lösung, sondern die strukturierte Bestandsaufnahme vorhandener Systeme als Grundlage für mögliche Nachnutzung innerhalb der Verwaltung. Entscheidend ist damit die Transparenz über Architektur, Plattformansätze und technische Ausgestaltung bestehender Lösungen, um ihre Übertragbarkeit und Weiterverwendung sachlich prüfen zu können.

5. Februar 2026 · 1 Minute · 94 Wörter