Politisch motivierte Vorgabe

Die Ausarbeitung »Vergabeverfahren zur Bereitstellung, Entwicklung und Änderung von Computersoftware« der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages geht der Frage nach, ob öffentliche Auftraggeber ihre Softwarebeschaffung auf Open Source Software beschränken dürfen. Die Kernaussage lautet, dass eine solche Beschränkung vergaberechtlich weder generell unzulässig noch uneingeschränkt zulässig ist. Entscheidend sind die Grundsätze der Gleichbehandlung, Nichtdiskriminierung, Transparenz sowie der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit. Eine pauschale Festlegung auf Open Source Software gilt als produkt- oder herkunftsbezogene Beschränkung und ist nur zulässig, wenn sie durch objektive Sachgründe wie IT-Sicherheit, Interoperabilität oder die Vermeidung von Vendor-Lock-in gerechtfertigt und dokumentiert ist. ...

17. Juli 2026 · 1 Minute · 106 Wörter

Frei von den Fesseln

Stefan Krempl schreibt in »Münchens IT-Wende: Open Source ist für die neue Koalition der Normalfall« für heise.de Um diesen Anspruch in der komplexen Verwaltungswelt umzusetzen, soll das Anfang 2024 im Rahmen eines grün-roten 5-Punkte-Plans gegründete Open Source Program Office (OSPO) dem Vernehmen nach aufgewertet werden. Es fungiert als zentrale Steuerungseinheit, die Projekte sichtet, Zusammenarbeit mit der Community koordiniert und rechtliche Hürden bei der Veröffentlichung städtischer Eigenentwicklungen abbaut. Ziel ist eine IT-Infrastruktur, die frei von den Fesseln proprietärer Anbieter agiert und stattdessen konsequent auf offene Schnittstellen und herstellerunabhängige Standards setzt. ...

12. Mai 2026 · 1 Minute · 99 Wörter

Digitale Souveränität – vom Risiko zur Resilienz

Die Studie »Digitale Souveränität – vom Risiko zur Resilienz« von Lünendonk & Hossenfelder GmbH zeigt, dass digitale Souveränität für Unternehmen längst ein strategisches Kernthema ist. 87 Prozent sehen den Schutz vor extraterritorialen Gesetzen und unberechtigten Datenzugriffen als zentral an, 83 Prozent halten Exit-Fähigkeit für entscheidend, also die Möglichkeit, Anbieter mit vertretbarem Aufwand zu wechseln. Juristische Kontrolle und echte Wahlfreiheit gelten damit als Kernelemente digitaler Souveränität. Gleichzeitig wird deutlich, dass europäische Anbieter im Wettbewerb mit globalen Hyperscalern strukturelle Nachteile bei Innovationsgeschwindigkeit, Funktionsumfang und Reichweite haben. Die zentrale Aussage der Studie lautet daher, dass digitale Souveränität hohe Management-Relevanz besitzt, ihre praktische Umsetzung jedoch von klaren strategischen Entscheidungen und realistischen Marktbedingungen abhängt.

25. März 2026 · 1 Minute · 109 Wörter

Loyalität

Rebecca Swift schreibt in »Authentizität: Das neue Maß aller Dinge« für tagesspiegel.de Loyalität entsteht langsam und schwindet schnell.

12. Januar 2026 · 1 Minute · 18 Wörter

Human-in-the-Loop

Andreas Donath schreibt in »Anthropic wird globaler KI-Partner: Allianz setzt auf Claude« für golem.de Dabei gilt das Human-in-the-Loop-Prinzip: In sensiblen oder komplizierten Fällen entscheiden weiterhin Menschen. Die KI soll die Mitarbeiter entlasten, nicht ersetzen. Ich wette darauf, dass die Allianz ihre Hoffnung revidieren muss, mit KI eine Produktivitätssteigerung zu erreichen und dass der „Human in the Loop“ am Ende lediglich eine weitere Prüfaufgabe hat.

11. Januar 2026 · 1 Minute · 64 Wörter