Branded Calls

caschy schreibt in »Telekom startet Branded Calls für mehr Transparenz bei Anrufen« für stadt-bremerhaven.de Das Prinzip ist simpel und dürfte vielen gefallen, die gerne wissen, wer da eigentlich anklopft. Statt nur der nackten Rufnummer erscheint jetzt zusätzlich der Firmenname im Display. Das verifiziert den Anrufer direkt und schafft Klarheit, ob ein berechtigtes Interesse vorliegt. Für diesen Service müssen Nutzer keine extra App installieren und auch nirgendwo zustimmen, das funktioniert netzseitig auf allen gängigen Mobiltelefonen. Damit das Ganze irgendwann netzübergreifend läuft, arbeitet die Telekom mit Dienstleistern wie First Orion und Hiya zusammen. ...

7. Januar 2026 · 1 Minute · 153 Wörter

Augenwischerei

Sheila Beladinejad schreibt in »KI-Souveränität: Roaming Free: Europas Paradoxon der KI-Souveränität« für tagesspiegel.de In Deutschland steht die Partnerschaft „Open AI for Germany” von SAP für den öffentlichen Sektor exemplarisch für dieses Problem. Vermarktet als Souveränität – „gebaut in Deutschland, für Deutschland” – entpuppt sich der Deal als Augenwischerei. Abhängigkeit von Anbietern wird als Unabhängigkeit verkauft. Der öffentliche Sektor wird aus Steuergeldern finanziert. Wenn er KI-Dienste einkauft, bezahlt er damit unmittelbar den Aufbau der Infrastruktur. Deshalb müssen auch die Vertragsbedingungen offengelegt werden – etwa die Regelungen zu Ausstiegsrechten, Interoperabilität und den Umweltauswirkungen. ...

15. Dezember 2025 · 1 Minute · 91 Wörter

Nicht importiert wird

Marie-Claire Koch schreibt in »EHDS als “Versuchskaninchen”: Europas ambitionierter Plan für Gesundheitsdaten« für heise.de „Rückverfolgbarkeit ist das Herzstück der KI-Souveränität“, so Laurent Lafaye, Mitgründer der Datenaustauschplattform Dawex. Nur wenn jederzeit nachweisbar sei, welche Daten und welche Software-Komponenten in einem KI-System stecken, könne man von echter Kontrolle sprechen. Dies erfordere eine lückenlose Dokumentation der gesamten Lieferkette. Europas Weg zur KI-Souveränität sei nicht über die Kopie amerikanischer Strategien möglich, sondern über einen eigenen Ansatz, der auf Qualität, Transparenz und Kooperation basiert. Das Ziel ist laut Souihel „Europa zu einem Ort zu machen, an dem KI erfunden und nicht importiert wird“. ...

4. Dezember 2025 · 1 Minute · 98 Wörter

Knapp einem Viertel

Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung wurde mit großen Worten vorgestellt. Es sollte den digitalen Aufbruch markieren und verhindern, dass Deutschland international weiter zurückfällt. Ein Blick auf den Haushalt zeigt nun jedoch, dass die Ankündigungen erneut nicht mit den bereitgestellten Mitteln Schritt halten. Christiane Rebhan schreibt in »Sondervermögen vs. eigener Etat: Scheinriese Digitalhaushalt?« für tagesspiegel.de Diese Summe wiederum entspricht nur knapp einem Viertel der zusammengerechneten Digitalausgaben des Bundes aus dem letzten Jahr der Ampelregierung. Denn ohne Berücksichtigung der Verteidigungsausgaben lagen die Digitalausgaben im Jahr 2024 bei einer Summe von 19,1 Milliarden Euro. ...

26. November 2025 · 1 Minute · 92 Wörter

Mehr als 250 % gestiegen

Das cyberintelligence.institute (CII) warnt in dem Whitepaper »Digitale Un-Souveränität der Verwaltung kostet Steuermilliarden« vor einer weiter wachsenden digitalen Abhängigkeit der deutschen Verwaltung von Microsoft-Cloud-Diensten. Die Studie beschreibt, wie Lock-in-Effekte, Produktbündelungen und proprietäre Standards die Wahlfreiheit der öffentlichen Hand einschränken, Wettbewerb im europäischen Cloud-Markt behindern und sowohl Kostenkontrolle als auch Cyberresilienz schwächen. So seien die Lizenzkosten des Bundes seit 2017 um mehr als 250 % gestiegen, während monolithische Strukturen zugleich die Anfälligkeit für IT-Störungen - etwa wie beim Crowdstrike-Vorfall 2024 - erhöhen.

13. November 2025 · 1 Minute · 81 Wörter